Quo Vadis, Germany?

Das Leben spielt einem schon manchmal seltsame Streiche: Am Freitag blogge ich über meine „Heimat BRD“, am Samstag erscheint ein viel gelesener, viel kommentierter Artikel auf Zeit online, der die These aufstellt, dass Opa kein Held war – und der daran erinnert, dass wir als Gesellschaft vielleicht noch einmal über unsere Erinnerungen an die dunklen Jahre reden wollen, die lange Zeit in der BRD so etwas wie die Leitkultur darstellte. Im antifaschistisch geprägten Teil Deutschlands sah die Leitkultur ganz anders aus, und so war es vielleicht nur zwangsläufig, dass letztes Jahr eine Debatte darüber geführt wurde, was denn unsere Leitkultur eigentlich ausmache? „Quo Vadis, Germany?“ weiterlesen

Heimat BRD

Hurra, wird mancher sagen, der alte weiße Mann schreibt wieder über seine Heimat! Das hat er schon letztes Jahr getan, erst im Juli und dann noch einmal im Dezember. Aber die Debatte darüber, was Heimat ist, tobt weiter – oder wird sie nur auf kleiner Flamme im Hintergrund geköchelt, und ich bilde mir nur ein, dass ein Diskurs stattfindet, weil ich in meiner Filterblase immer mal wieder den Propheten Google bemühe, um mir die neuesten Beiträge zur Debatte vorsortiert servieren zu lassen? Das wäre zumindest eine Möglichkeit… aber irgendwo muss man ja schließlich seine Themen finden, und wenn man so ein Blog fürs Netz schreibt, ist es irgendwie naheliegend, im Netz nach Themen zu suchen, die sich diskursiv abarbeiten lassen. „Heimat BRD“ weiterlesen

Gedanken aus dem Off

Mein letzter Blogbeitrag war ja eher so ein Rundumschlag… Da habe ich mal alles verlinkt, war mir im Netz die Tage davor aufgefallen war, und am Schluss war der Text wohl eher ziel- und planlos. Kommentare gab’s nicht wirklich viel, und insofern könnte ich mal wieder sagen: Lassen wir’s doch einfach bleiben… aber dann: Nicht bloggen ist auch keine Lösung, wie ich an anderer Stelle mal gelesen habe, und ein paar Gedanken gibt’s ja immer, die der Mensch gern loswerden will. „Gedanken aus dem Off“ weiterlesen

Monochrome Purple

Was ist denn das? Heute postet der Ito einfach eine violette Farbfläche als Titelbild auf seinem Fotoblog? Was will der denn damit schon wieder sagen? Und: Hat der Mann denn kein anderes Bild zur Hand gehabt?

Natürlich hätte der Mann auch ein anderes Bild posten können – in letzter Zeit gräbt er sich aber wieder mal durch sein Archiv, und irgendwann vor acht Jahren hat er mal eine lila Wand schräg von der Seite angeschaut – und sich jetzt gedacht: Komm, irgendwie ist dieses Bild doch auch ganz schön, und bis jetzt habe ich’s noch nie gezeigt, da wird’s doch langsam Zeit. Aber warum? „Monochrome Purple“ weiterlesen

Es heimatet sehr

Einen Text zur letzten Weihnacht habe ich ja schon am Sonntag hier veröffentlicht. Eigentlich hätte damit Ruhe sein sollen bis zum Christfest, aber irgendwie juckt es schon wieder in den Fingern: Ein sehr schöner Text auf Zeit online hat mich daran erinnert, dass dies die Zeit des Jahres ist, in der viele Menschen in die alte Heimat fahren. Zugleich hat er eine Definition geliefert, was diese Heimat denn eigentlich ist. Und das war’s, was den Ausschlag zu diesem Beitrag lieferte: Schließlich habe ich mir darüber auf diesem Blog auch schon gelegentlich Gedanken gemacht, und schließlich läuft auch gerade eine Diskussion in der Republik, wie die Heimat in der Postmoderne denn zu definieren sei. „Es heimatet sehr“ weiterlesen

Last Christmas

Es lässt sich wohl nicht länger leugnen… Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Und mit dem Jahresende naht sich auch das Weihnachtsfest, an dem wir Christi Geburt feiern, indem wir wie bekloppt durch die Geschäfte hetzen auf der Jagd nach den Geschenken für die Lieben oder für uns selbst, indem wir uns auf Weihnachtsmärkten frierend mit Bratwurst, Fettgebackenem und Glühwein amüsieren oder indem wir im Internet bestellen, was das Zeug hält, immer in der Hoffnung, dass der Paketbote es rechtzeitig liefern wird, damit wir unterm Baum auch etwas auszupacken haben. „Last Christmas“ weiterlesen

Freitagsworte

Es ist schon eine Weile her, dass ich hier auf diesem Blog über Religion geschrieben habe… Damals, im August, ging es um die frohe Botschaft, dass Gott an mich glaubt. Das hatte ich auf einem Plakat gelesen, hatte das Plakat fotografiert und dazu einen Text geschrieben, so wie im Januar, als der Kölner Erzbischof die Menschen eingeladen hatte, zusammen gut zu sein. „Freitagsworte“ weiterlesen

Triggerwarnung

Langsam wird’s ja eine Tradition, dass ich hier über Plakate schreibe, die mir in der Stadt aufgefallen sind… Diese Woche war es eine Aktion der Verkehrsgesellschaft Frankfurt und des Straßenverkehrsamts, die mit großflächigen Plakaten meine Aufmerksamkeit erregte. Auf ihrem Blog informiert die VGF über den Hintergrund der Kampagne, die sich vor allem an Intensivnutzer von Mobiltelefonen im Straßenverkehr richtet: Sie sollen dazu angehalten werden, die Aufmerksamkeit vom Display ab- und dem Verkehr zuzuwenden. „Triggerwarnung“ weiterlesen

Ein Gewinn

Letzte Woche habe ich zum ersten Mal seit langer Zeit mal wieder ein paar Fotos gemacht. Tatsache ist ja: Seit ich mit der Schreiberei auf diesem Blog angefangen habe, knipse ich eher weniger. Was ja auch irgendwie verständlich ist – wer sich mit Worten ausdrückt, muss nicht ganz so viele Bilder machen. „Ein Gewinn“ weiterlesen

Flying High

Das Foto, das ich diese Woche zeige, ist auch schon wieder gut zwei Jahre alt… Flugzeug und Kondensstreifen über dem Wellington Monument habe ich damals in Dublin aufgenommen, im Phoenix Park, wo das Monument steht, und da dachte ich mir: Komm, das passt zum Thema, damit illustrierst du jetzt den Blogbeitrag der Woche.

Aber worum geht’s denn diesmal eigentlich? Natürlich geht’s nicht um den Urlaub, der abgesehen davon, schönen Dank der Nachfrage, durchaus wunderbar war, und es geht auch nicht um Wellington und das nach ihm benannte Monument, obwohl auch dieser Riesenobelisk komplexe Gedanken in mir auslöste, als ich im Sommer 2015 vor ihm stand. Es geht um das Flugzeug auf dem Bild. Oder eher darum, was es symbolisieren könnte… „Flying High“ weiterlesen