Die irre Republik

In meinen letzten beiden Blogbeiträgen habe ich mich mal wieder verdammt weit aus dem Fenster gelehnt… zumindest kommt es mir so vor. Erst frage ich, was Gott will, dann oute ich mich als bipolar, teile die Links zu meinen Artikeln so weit, wie’s eben geht und ziehe mich dann dezent aus der öffentlichen Debatte zurück: Irgendwie war’s wohl an der Zeit, einfach mal mein dummes Maul zu halten, anstatt ungefragt Meinungen in den virtuellen Raum zu blasen? Ja, das kann schon sein. „Die irre Republik“ weiterlesen

Der Melle und der Ito

Nachdem mich der Krisenwandler über Twitter persönlich darum gebeten hat, einen Beitrag für seine Blogparade zu schreiben, dachte ich mir: Komm, da mach ich mit! „Bücher, die mein Leben verändert haben“ gibt es sicher einige, und eins kam mir gleich in den Sinn. Eins, über das ich eigentlich schon lang schreiben wollte. Also… Hier ist meine persönliche Geschichte über „Die Welt im Rücken“ von Thomas Melle.

Jetzt also doch noch ein paar Worte über Melle. Eigentlich wollte ich schon lange über ihn schreiben und über seinen großen autobiografischen Roman, über „Die Welt im Rücken“. Wenn es ein Buch gibt, das mein Leben verändert hat, dann war es wohl dieses. Aber wie kam’s dazu, und wieso gerade dieses? „Der Melle und der Ito“ weiterlesen

Was will Gott?

„Gott will es!“ Mit diesem Schlachtruf zogen die Kreuzritter im Mittelalter in den Krieg. Die Wikipedia lehrt uns, dass die anwesenden Gläubigen mit diesem Ruf auf eine Predigt Papst Urbans II. reagierten, der im November 1095 in Clermont zur Befreiung der heiligen Stätten in Jerusalem aufrief. Die Befreiung Jerusalems von den Muselmanen – so wurden sie damals genannt – führte zu Jahrhunderten blutiger Auseinandersetzungen zwischen Abend- und Morgenland, und wenn man sich ansieht, wie heute noch in Deutschland und der Welt über den richtigen Umgang mit dem islamischen Glauben debattiert wird, dann könnte man sagen: Religionspolitisch gesehen waren die Kreuzzüge ein echter Schuss in den Ofen. „Was will Gott?“ weiterlesen

Quo Vadis, Germany?

Das Leben spielt einem schon manchmal seltsame Streiche: Am Freitag blogge ich über meine „Heimat BRD“, am Samstag erscheint ein viel gelesener, viel kommentierter Artikel auf Zeit online, der die These aufstellt, dass Opa kein Held war – und der daran erinnert, dass wir als Gesellschaft vielleicht noch einmal über unsere Erinnerungen an die dunklen Jahre reden wollen, die lange Zeit in der BRD so etwas wie die Leitkultur darstellte. Im antifaschistisch geprägten Teil Deutschlands sah die Leitkultur ganz anders aus, und so war es vielleicht nur zwangsläufig, dass letztes Jahr eine Debatte darüber geführt wurde, was denn unsere Leitkultur eigentlich ausmache? „Quo Vadis, Germany?“ weiterlesen

Heimat BRD

Hurra, wird mancher sagen, der alte weiße Mann schreibt wieder über seine Heimat! Das hat er schon letztes Jahr getan, erst im Juli und dann noch einmal im Dezember. Aber die Debatte darüber, was Heimat ist, tobt weiter – oder wird sie nur auf kleiner Flamme im Hintergrund geköchelt, und ich bilde mir nur ein, dass ein Diskurs stattfindet, weil ich in meiner Filterblase immer mal wieder den Propheten Google bemühe, um mir die neuesten Beiträge zur Debatte vorsortiert servieren zu lassen? Das wäre zumindest eine Möglichkeit… aber irgendwo muss man ja schließlich seine Themen finden, und wenn man so ein Blog fürs Netz schreibt, ist es irgendwie naheliegend, im Netz nach Themen zu suchen, die sich diskursiv abarbeiten lassen. „Heimat BRD“ weiterlesen

Gedanken aus dem Off

Mein letzter Blogbeitrag war ja eher so ein Rundumschlag… Da habe ich mal alles verlinkt, war mir im Netz die Tage davor aufgefallen war, und am Schluss war der Text wohl eher ziel- und planlos. Kommentare gab’s nicht wirklich viel, und insofern könnte ich mal wieder sagen: Lassen wir’s doch einfach bleiben… aber dann: Nicht bloggen ist auch keine Lösung, wie ich an anderer Stelle mal gelesen habe, und ein paar Gedanken gibt’s ja immer, die der Mensch gern loswerden will. „Gedanken aus dem Off“ weiterlesen

Monochrome Purple

Was ist denn das? Heute postet der Ito einfach eine violette Farbfläche als Titelbild auf seinem Fotoblog? Was will der denn damit schon wieder sagen? Und: Hat der Mann denn kein anderes Bild zur Hand gehabt?

Natürlich hätte der Mann auch ein anderes Bild posten können – in letzter Zeit gräbt er sich aber wieder mal durch sein Archiv, und irgendwann vor acht Jahren hat er mal eine lila Wand schräg von der Seite angeschaut – und sich jetzt gedacht: Komm, irgendwie ist dieses Bild doch auch ganz schön, und bis jetzt habe ich’s noch nie gezeigt, da wird’s doch langsam Zeit. Aber warum? „Monochrome Purple“ weiterlesen

Es heimatet sehr

Einen Text zur letzten Weihnacht habe ich ja schon am Sonntag hier veröffentlicht. Eigentlich hätte damit Ruhe sein sollen bis zum Christfest, aber irgendwie juckt es schon wieder in den Fingern: Ein sehr schöner Text auf Zeit online hat mich daran erinnert, dass dies die Zeit des Jahres ist, in der viele Menschen in die alte Heimat fahren. Zugleich hat er eine Definition geliefert, was diese Heimat denn eigentlich ist. Und das war’s, was den Ausschlag zu diesem Beitrag lieferte: Schließlich habe ich mir darüber auf diesem Blog auch schon gelegentlich Gedanken gemacht, und schließlich läuft auch gerade eine Diskussion in der Republik, wie die Heimat in der Postmoderne denn zu definieren sei. „Es heimatet sehr“ weiterlesen

Last Christmas

Es lässt sich wohl nicht länger leugnen… Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Und mit dem Jahresende naht sich auch das Weihnachtsfest, an dem wir Christi Geburt feiern, indem wir wie bekloppt durch die Geschäfte hetzen auf der Jagd nach den Geschenken für die Lieben oder für uns selbst, indem wir uns auf Weihnachtsmärkten frierend mit Bratwurst, Fettgebackenem und Glühwein amüsieren oder indem wir im Internet bestellen, was das Zeug hält, immer in der Hoffnung, dass der Paketbote es rechtzeitig liefern wird, damit wir unterm Baum auch etwas auszupacken haben. „Last Christmas“ weiterlesen

Freitagsworte

Es ist schon eine Weile her, dass ich hier auf diesem Blog über Religion geschrieben habe… Damals, im August, ging es um die frohe Botschaft, dass Gott an mich glaubt. Das hatte ich auf einem Plakat gelesen, hatte das Plakat fotografiert und dazu einen Text geschrieben, so wie im Januar, als der Kölner Erzbischof die Menschen eingeladen hatte, zusammen gut zu sein. „Freitagsworte“ weiterlesen