Blur and Noise

In Zeiten des präzisen Autofokus haben sie ja fast schon so etwas wie Seltenheitswert: Die komplett unscharfen Fotos, wie eines diesen Artikel ziert. Wie ich es geschafft habe, meinen Buddy Holger so abzulichten, ist mir selbst ein Rätsel – aber schon, als ich das Foto auf dem Display der Kamera sah, da wusste ich: Hier haben wir ein Gewinnerfoto. Eins, das ich über kurz oder lang auch mal öffentlich präsentieren muss. Was ich dann hiermit tun will. „Blur and Noise“ weiterlesen

Buddies

Ich habe viel zu lang nichts auf diesem Blog von mir lesen lassen… Woran mag’s wohl gelegen haben. Zum einen wohl daran, dass es nicht viel von der Foto-Front zu berichten gab. Zum anderen aber wohl auch daran, dass ich mit „Heimat BRD“ und „Quo Vadis, Germany“ mal wieder zwei Texte vorgelegt hatte, die ich erst mal für mich selbst sacken lassen musste. Man steigert sich ja als Blogger gerne in die eigenen Bloggerei hinein, und Anfang März hatte ich mich wohl richtig weit aus dem Fenster gelehnt. Kann passieren. „Buddies“ weiterlesen

Quo Vadis, Germany?

Das Leben spielt einem schon manchmal seltsame Streiche: Am Freitag blogge ich über meine „Heimat BRD“, am Samstag erscheint ein viel gelesener, viel kommentierter Artikel auf Zeit online, der die These aufstellt, dass Opa kein Held war – und der daran erinnert, dass wir als Gesellschaft vielleicht noch einmal über unsere Erinnerungen an die dunklen Jahre reden wollen, die lange Zeit in der BRD so etwas wie die Leitkultur darstellte. Im antifaschistisch geprägten Teil Deutschlands sah die Leitkultur ganz anders aus, und so war es vielleicht nur zwangsläufig, dass letztes Jahr eine Debatte darüber geführt wurde, was denn unsere Leitkultur eigentlich ausmache? „Quo Vadis, Germany?“ weiterlesen

Heimat BRD

Hurra, wird mancher sagen, der alte weiße Mann schreibt wieder über seine Heimat! Das hat er schon letztes Jahr getan, erst im Juli und dann noch einmal im Dezember. Aber die Debatte darüber, was Heimat ist, tobt weiter – oder wird sie nur auf kleiner Flamme im Hintergrund geköchelt, und ich bilde mir nur ein, dass ein Diskurs stattfindet, weil ich in meiner Filterblase immer mal wieder den Propheten Google bemühe, um mir die neuesten Beiträge zur Debatte vorsortiert servieren zu lassen? Das wäre zumindest eine Möglichkeit… aber irgendwo muss man ja schließlich seine Themen finden, und wenn man so ein Blog fürs Netz schreibt, ist es irgendwie naheliegend, im Netz nach Themen zu suchen, die sich diskursiv abarbeiten lassen. „Heimat BRD“ weiterlesen

Lob der Einfachheit

Mittwoch ist ein guter Tag zum Schreiben. Im Prinzip natürlich genauso gut wie Dienstag oder Donnerstag, im Prinzip wahrscheinlich genauso gut wie jeder andere Tag, aber dieser Satz schoss mir auf dem Heimweg von der Arbeit durch den Kopf, also will ich mit ihm den heutigen Blogbeitrag beginnen. Worum soll es heute gehen? „Lob der Einfachheit“ weiterlesen

Gedanken aus dem Off

Mein letzter Blogbeitrag war ja eher so ein Rundumschlag… Da habe ich mal alles verlinkt, war mir im Netz die Tage davor aufgefallen war, und am Schluss war der Text wohl eher ziel- und planlos. Kommentare gab’s nicht wirklich viel, und insofern könnte ich mal wieder sagen: Lassen wir’s doch einfach bleiben… aber dann: Nicht bloggen ist auch keine Lösung, wie ich an anderer Stelle mal gelesen habe, und ein paar Gedanken gibt’s ja immer, die der Mensch gern loswerden will. „Gedanken aus dem Off“ weiterlesen

Monochrome Purple

Was ist denn das? Heute postet der Ito einfach eine violette Farbfläche als Titelbild auf seinem Fotoblog? Was will der denn damit schon wieder sagen? Und: Hat der Mann denn kein anderes Bild zur Hand gehabt?

Natürlich hätte der Mann auch ein anderes Bild posten können – in letzter Zeit gräbt er sich aber wieder mal durch sein Archiv, und irgendwann vor acht Jahren hat er mal eine lila Wand schräg von der Seite angeschaut – und sich jetzt gedacht: Komm, irgendwie ist dieses Bild doch auch ganz schön, und bis jetzt habe ich’s noch nie gezeigt, da wird’s doch langsam Zeit. Aber warum? „Monochrome Purple“ weiterlesen

Brief an einen fremden Freund

Lieber fremder Freund,

ungefähr ein Jahr ist es her, da schrieb ich einen Brief an eine unbekannte Fee. Sie hatte einem Bekannten einen Wunsch gewährt, er war sich aber nicht sicher gewesen, was er sich wünschen sollte – und hatte unter anderem mich gebeten, an seiner Stelle einen Wunsch zu formulieren. Was ich dann auch tat. Um im Anschluss daran den Wunsch so laut wie möglich in die Welt hinauszublasen, damit die Fee auch Wind davon bekommen sollte. „Brief an einen fremden Freund“ weiterlesen

Quo Vadis, Klang des Lichts

Puh… Es war ganz schön was los im letzten Jahr. Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen, mindestens einmal pro Woche was auf mein kleines Blog zu stellen – aber dann war so viel los, dass es nicht ganz geklappt hat. Erst kurz vor knapp habe ich es dann geschafft, das Jahr mit ein paar motivierten Einträgen zu einem guten Ende zu bringen. Und das Ende des Jahres war ja tatsächlich gut: Zu Beginn des Projekts hatte ich mir vorgenommen, durch die Bloggerei auch im Alltag kommunikativer zu werden, und tatsächlich bin ich durch die Bloggerei kommunikativer geworden. Woran man sehen kann: Schreiben hilft.  „Quo Vadis, Klang des Lichts“ weiterlesen

Der Blick zurück, der Blick nach vorn

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, da dachte ich mir, es ist ein guter Zeitpunkt, um zurückzuschauen und zu reflektieren – das machen viele andere auch so, privat und im Freundeskreis, aber auch im Fernsehen, in der Zeitung, in den Online-Medien blickt die Republik zurück auf das vergangene Jahr und fragt sich: Was war da eigentlich los?  „Der Blick zurück, der Blick nach vorn“ weiterlesen