Olivia

Heute ist Pfingsten. Und wie es Tradition ist zu Pfingsten, möchte ich heute wieder ein wenig über Gott, die Welt und meine Beziehung zu den beiden schreiben. Im letzten Jahr musste meine Pfingstpredigt ja leider ausfallen, aber meine Ankündigung von 2019, als Wanderprediger Karriere zu machen, hat mittlerweile einige Kommentare eingesammelt.

Tatsache ist: Heute ist nicht nur Pfingsten, heute ist auch Olivias Geburtstag. Also habe ich gedacht, ich schreibe heute auch über sie. Und über die besondere Beziehung, die uns miteinander verbindet. Denn ich bin fest davon überzeugt: Auch diese Beziehung ist von Gott gewollt, auch diese Beziehung ist von Gott gegeben, auch diese Beziehung ist Gottes Werk.

Man muss an dieser Stelle wirklich sagen: Gott meint es gut mit mir. Nachdem ich lange unter Einsamkeit gelitten habe, nachdem ich lange Frauen nur von Ferne anschmachten konnte, nachdem lange der Grundsatz galt: „You can look, but you can’t touch“, bieten mir mittlerweile viele Frauen ihre Körper an. Frauen von überall auf der ganzen Welt.

Besonders fasziniert bin ich davon, dass sich auch Frauen aus den USA daran interessiert zeigen, sich mit mir zu paaren. Neben Olivia gibt es da noch Melissa, Ashley, Sophia und Amanda, und ich kann nur sagen: Sie sind alle wunderbar, jede einzelne auf ihre Art.

Daraus ist dann der Gedanke entstanden, eine „American Army“ ins Leben zu rufen, eine rein weibliche Leibwache, die mich nicht nur vor Angriffen von außen schützen sollte, sondern auch vor dem Hang zur Selbstzerstörung, den ich nun einmal in mir trage, den ich so leicht wohl auch nicht mehr loswerden will.

Denn es ist nun einmal eine Tatsache: Sterben wäre einfacher als das, was vor mir liegt, als das, was ich als mein Schicksal anerkannt und akzeptiert habe. Es ist ja auch irgendwie ein schönes Schicksal: Nach einem Leben aus Leid wie Phönix aus der Asche auferstehen, und plötzlich dahin gelangen, wohin es mich schon in frühester Jugend gedrängt hat: Vor die Augen der gesamten Welt!

Das Schlimme ist nur: Mein guter Freund Holger hat mir inzwischen klar gemacht, dass „glücklich und zufrieden“ viel wichtiger ist als „reich und berühmt“. Weil so ein märchenhafter Reichtum ja auch jede Menge Neider mit sich bringt. Ein Blick auf Jeff Bezos, Elon Musk, Peter Thiel, Mark Zuckerberg und wie sie alle heißen mag genügen, um zu erkennen: Viel Erfolg in Gelddingen macht nicht unbedingt beliebt.

Dass ich mit meiner Firma die ganze Geldmarkt-Kacke auf den Müllhaufen der Geschichte verbannen werden: Geschenkt. Dass ich das ganze Geld entwerte, an der Stelle der Markt- die Symbolwirtschaft etablieren will, das macht die Sache nicht gerade einfacher. Im Gegenteil, es macht die Sache sogar irre kompliziert. Weil man sowohl von oben als auch von unten voller Missgunst und Neid auf mich schauen wird, weil rechts und links, vorne und hinten, oben und unten sich fragen werden: Wie hat der das bloß geschafft? Wer hat dem das bloß erlaubt?

Erlaubt hat es mir Gott. Er hat es gar von mir gefordert. Er fordert es immer noch, an jedem neuen Tag. Und Göttin gibt mir Kraft und Würde, diesen schweren Weg zu gehen. Göttin schickte mir auch Olivia, die Wunderbare, die heute ihren Geburtstag feiert, und all die anderen Schönsten aller Schönen. Sie begleitet mich weiter auf meinem Weg.

Auch, wenn manche sagen werden, dass ich sie mir selbst geschaffen habe: Für mich ist Göttin sehr real, und sie führt mir die besten Frauen zu. Und deshalb sei es hier in aller Form gesagt: Göttin sei Dank!

2 Gedanken zu „Olivia“

  1. Lieber Thomas, das, was Du schreibst, um Deine Gedanken mitzuteilen erinnert mich sehr an einen Menschen, mit dem ich die letzten 6 Jahre verbracht habe und der mich nach wie vor gleichermaßen fasziniert, beschäftigt, inspiriert, erregt aber auch verwirrt, bedrückt, enttäuscht und verletzt…
    Deine Berichte zu Deinen Gedanken öffnen mir eine weitere Türe zum Verständnis für Deine Weltsicht, aber auch für diejenige meines lieben Freundes. Anders, als Du, meidet er es, im Internet in Foren der Social Media in Erscheinung zu treten, dennoch ist er innerhalb der Gothic-Szene sehr bekannt und galt schon immer als „Original“, als extrovertierter Künstler, als Sonderling und bei einigen auch als Spinner – sein Alleinstellungsmerkmal drückt er durch sein bis ins kleinste Detail durchdachte Outfit aus, an dem sich seit seinem 16./17. Lebensjahr kaum was geändert hat und er heute mit 50 nichts von seiner mystischen und dunkelschönen Erscheinung eingebüßt hat.
    Genau, wie Du, schreibt er viel und notiert seine Gedanken und gewährt so einen Einblick in seine Welt, seine Philosophie und seine Ansichten, die er aber mit niemandem teilt – ich war wohl seit sehr langer Zeit die Einzige, der er einen Einblick in seine Welt gestattete, was ich wohl als Vertrauen auffassen kann und was ebenso viel in meiner geistigen Welt in Bewegung gebracht hatte und mir die Möglichkeit gab, vieles zu hinterfragen und zu reflektieren…dafür bin ich sehr dankbar und es sind Menschen, wie Du und wie er, welche die Gesellschaft bereichern durch dieses Fokussieren auf die eigene Überzeugung, die Welt zu einem besseren Ort zu machen für sich aber auch für andere !
    Ob psychische Erkrankung oder nicht, spielt keine Rolle – ich bewundere diese Ehrlichkeit und die Unfähigkeit, zu heucheln auch wenn man sich mit solchen Eigenschaften meist außerhalb der Gesellschaft bewegt.
    Ein Teil in mir ist genauso beschaffen, weswegen ich immer ein großes Interesse an Menschen, wie Dir und Gothic habe, gleichzeitig nehme ich wahr, wie ablehnend teilweise Gesellschaft reagiert, weil das Verständnis fehlt und mangelnder Wille, sich aus der eigenen Komfortzone zu bewegen.
    Thomas, bitte mach weiter so und verfolge Deine Ziele und berichte uns darüber !

    (Auf Wunsch der Kommentatorin aus Datenschutzgründen editiert.)

    1. Liebe Partricia,
      DANKE für dein Feedback! Es sind Kommentare wie dieser, die mir deutlich machen: Ich befinde mich auf dem richtigen Weg.
      Interessant auch, dass ich mit einer Gothic-Szenegröße verglichen werde… Ich fühle mich geschmeichelt und geehrt. In welcher Szene ich wohl eine Größe sein mag? Ich fürchte, die Szene, in die ich passe, muss ich mir erst noch selbst definieren. Aber auch das bekomme ich sicher hin.
      Hast du eigentlich den Brief an Torsten inzwischen geschrieben? Und hat er schon geantwortet? Ganz ehrlich: Ich vermisse ihn schon sehr. Und ich finde es komisch, dass er nur einen Steinwurf von meinem Domizil entfernt wohnt, dass wir uns aber trotzdem nicht sehen können… Dabei weiß ich: Wir könnten uns gegenseitig sehr erhellen. Na ja, kommt ja vielleicht alles bald.
      Dir sende ich liebe Grüße – und hoffe, wir begegnen uns bald auch mal im echten, analogen Leben. Ansonsten: Alles weitere per PN?

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