Der Umzug

Ich bin im Arsch! Die Schlinge zieht sich zu. Nach bald achtzehn Jahren in Frankfurt ist beschlossen worden, dass ich zurück nach Bonn ziehen soll – und jetzt stecke ich mitten im Umzug, bin dabei, die Wohnung in Frankfurt aufzulösen… und versuche gleichzeitig, den Planeten zu managen, so gut ich kann. „Der beste Manager des Planeten“, das wollte ich ja immer werden – und diesen Job erledige ich zurzeit im Ehrenamt.

Klar, mein Ziel ist es, mein Wissen am Markt zu versilbern. Die Business-Idee habe ich schon aufgeschrieben, den Business-Plan ebenfalls… Einen Text über mein Business-Modell habe ich in Vorbereitung, aber erst einmal dachte ich, informiere ich die Welt darüber, wie es mir geht. Es geht mir gut – das könnte man zumindest meinen: Meine Wohnung in Bonn ist zwar nur ein kleines Zimmer, aber mit der Hilfe meiner Familie ist es mir gelungen, einige meiner wertvollsten Schätze aus der Frankfurter Wohnung zu retten – und in der alten Nachbarschaft, in der ich aufgewachsen bin, in der mein Elternhaus steht, fühle ich mich aktuell sehr wohl.

Aktuell? Aktuell bin ich in Frankfurt, in der Wohnung, die ich mit der besten Frau von allen lang bewohnt habe. In dieser Wohnung führte ich auch einen langen, harten Krieg gegen mich selbst… In meinem Krieg hat mir die ganze Welt geholfen, in meinem Krieg habe ich mich selbst besiegt. Mein übergroßes Ego habe ich der Welt präsentiert – und die Welt gab mir dafür ein großes „Wir“. Ich muss der Welt dankbar sein: Ohne sie wäre ich nie so weit gekommen, ohne sie hätte ich nie erreicht, was ich erreicht habe: Eine unerhörte Klarheit über meine wahre Bestimmung, und eine Vision davon, was für mich, durch mich, mit mir alles möglich ist.

Klar, im Moment sind viele Menschen im direkten Umfeld – und in der großen, weiten Welt – von meinem kommunikativen Handeln angefressen. Und alle fragen sich: Was fällt dem Kerl bloß ein?

Ganz ehrlich: Ich weiß es selber nicht genau. Ich habe einen Plan für die nächsten Jahre und Jahrzehnte, aber einen Plan für heute habe ich leider nicht.

Gut, später am Vormittag soll noch mein gesetzlicher Betreuer kommen, um mit mir Details zum Umzug und zur Räumung meiner Wohnung zu besprechen… später am Tag gehe ich dann vielleicht noch etwas essen, begebe mich vielleicht auch noch einmal in die Psychiatrie. Am Abend wollte Uwe kommen, und für morgen hat sich ein Umzugsunternehmen angesagt. Am Sonntag habe ich dann frei, da treffe ich vielleich Karim, und am Montag geht es wieder in die Psychiatrie, um die Depotspritze abzuholen – ganz ohne Medikamente geht es wohl in meinem Leben nicht.

Tatsache ist: Ich habe auch Ronja eine Mail geschrieben, in der ich sie um Hilfe bitte. Und dabei auch Myself und das Journal Frankfurt auf Kopie gesetzt. Weil es mir doch wichtig ist, dass über meine Ideen, über meine Person und über meine Zukunft ein breiter Diskurs geführt wird in der Gesellschaft – in einer Gesellschaft, die ich mit SIC („Strategic Information and Communication“) und PBC („Personal Broadband Communication“) geprägt und verändert habe, nicht nur in Deutschland, sondern auch global.

Mein Freund und Mentor Doktor S. hat mir geraten, Ballast loszuwerden – und vermutlich hat er Recht, vermutlich sollte ich mich von manchen Dingen trennen… aber viele dieser Dinge sind wertvolle Memorabilia: Die lassen sich bestimmt auf eBay gut verticken in den nächsten Monaten und Jahren. Zumindest dann, wenn meine Planung aufgeht – und wenn ich vorher nicht krepiere.

Ich habe mir geschworen, es zu schaffen… oder bei dem Versuch draufzugehen. Ich bin ein arger Desperado, der in Frankfurt, einer Stadt wie Rom und wie Medina, jahrelang versucht hat es zu schaffen. Jetzt ziehe ich zurück nach Bonn, in meine Heimat, eine Stadt wie Jerusalem und Mekka… Ich kehre heim zu Familie und Freunden, die mich erden – das wird mir sicher gut tun, und in Bonn werde ich sicher heilen. Mein Weg zu mir selbst war lang, er war nicht immer einfach, aber im Großen und Ganzen lässt sich sagen: Dieser Weg war irgendwie auch schön.

Was bleibt zu sagen? I’m going home. Die letzten Tage in Bonn haben sich gut angefühlt, auch wenn es der Famile noch schwerfällt, meine erstaunliche Wandlung zum Führer einer internationalen Bewegung zu akzeptieren… aber ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam einen Weg finden werden, der von gegenseitigem Respekt, von Liebe und von Harmonie geprägt sein wird.

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