Kommunikation

„Kommunikation ist Spaß“, so hat mir mal jemand in einem Chat gesagt, vor vielen, vielen Jahren. „Kommunikation ist Arbeit“, so habe ich geantwortet. Und bin dann zu dem Schluss gekommen, dass Arbeit Spaß sein kann. Auch meine Arbeit an www.klangdeslichts.de ist ja ein großer Spaß… Ein Spaß, an dem die ganze Welt teilhaben kann.

Woran die ganze Welt jahrelang keinen Anteil hatte: Meine Kommunikation mit Medien und Politik. Ich habe mit ihnen meine Ideen diskutiert, weil sie ganz einfach zu groß waren… und irgendwann habe ich gedacht: Jetzt langt’s, ich ziehe einen Schlussstrich und mache alles öffentlich, was ich bisher im kleinen Kreis mit wildfremden Menschen nur via E-Mail diskutiert habe. Ich hatte ganz einfach die Nase voll davon, im Verborgenen zu wirken.

Aber mein Wirken im Verborgenen hat ja schon viele Jahre früher angefangen: Schon in den 90’er Jahren des letzten Jahrhunderts habe ich Briefe an den Vatikan und an die Vereinten Nationen geschrieben, um meine Ideen und meine Weltsicht zu diskutieren. Und DAS war erst mal „Arbeit im Verborgenen“: Meine Ideen waren so radikal, dass ich sie nicht mal selbst fassen konnte.

Aber irgendwie hatte ich damals die Gewissheit, dass die Menschheit mich einmal als ihr moralisches Gewissen anerkennen würde… Davon sind wir im Moment noch weit entfernt: Die Menschheit nimmt kaum Notiz von mir, nur einzelne Menschen kennen mich, befinden sich mit mir im ständigen Austausch. Darunter sind Menschen in Hong Kong, Menschen in Shanghai, Menschen in Nigeria und Pakistan… aber auch Menschen in Frankfurt-Niederrad und Bonn-Dransdorf. Und natürlich meine Therapeutin.

Die hat neulich zu mir gesagt, es fehle mir an Selbstliebe und an Selbstfürsorge. Was durchaus sein kann: Ich liebe die ganze Welt und sorge mich um die gesamte Spezies, da bleibt für mich selbst nicht viel übrig. Und wenn ich dauernd mit Kontakten aus der ganzen Welt kommuniziere, dann bleibt auch wenig Zeit, mich selbst zu hinterfragen.

Aber dafür habe ich ja dieses Blog: Hier führe ich ein Selbstgespräch in Schriftform, und an diesem Selbstgespräch lasse ich die ganze Welt teilhaben.

Meine gute Freundin Christina meinte ja, ich sollte einen Debattierclub gründen… ein guter Tipp. Alleine Gespräche führen führt ja doch zu nichts, und da ich auf diesem Blog nur wenige Kommentare erhalte, ergibt sich im virtuellen Raum ja doch kein Austausch… Auch, wenn ich mich immer freue, wenn ich sehe, dass auch Zugriffe aus den USA, aus Großbritannien und aus Israel erfolgen: der Dialog bleibt aus.

Heute hatte ich ein Telefongespräch mit der örtlichen katholischen Gemeinde. Und mit einem Vertreter der evangelischen Kirche. Weil ich das Gefühl hatte, um meine Seele zu retten, brauche ich geistlichen Beistand. Vielleicht ergibt sich daraus ja eine Möglichkeit, einen Debattierclub hier vor Ort ins Leben zu rufen… eine Weile bleibe ich wohl noch in Niederrad, und bevor ich eine Talkshow im Radio bekomme, wäre es vielleicht ganz gut, im kleinen Kreis das Gespräch zu üben.

Vielleicht ergibt sich ja auch die Möglichkeit, Videoaufnahmen beim Gesprächskreis zu machen, und vielleicht könnte ich damit meinen Youtube-Kanal bestücken. Einen Kanal habe ich ja schon… Nur, da fehlt bis jetzt noch das Material: Ich habe echt noch keine Videos hochgeladen.

Das ist aber vielleicht auch egal, vielleicht ist es nicht so wichtig: Ich befinde mich ja jetzt schon im Dialog mit der ganzen Welt, wenn ich auch noch auf Kommentare zu Youtube-Videos reagieren sollte, würde der Stress wahrscheinlich nur unnötig zunehmen.

Nein… Kommunikation ist Arbeit, und ich weiß genau: Das Arbeitsvolumen wird in den nächsten Monaten und Jahren eher zu- als abnehmen. Ich bin, das ist meine Selbstwahrnehmung, ein Agent der Veränderung. Veränderung habe ich schon angestoßen in Deutschland und der Welt, Veränderung werde ich weiter begleiten in der globalen Gesellschaft.

Dabei sagen mir die Menschen immer wieder, ich hätte ein großes Ego. So groß ist mein Ego aber gar nicht: Ich sehe mich eher als Teil eines großen Wirs, ein winziger Bestandteil eines Kollektivs, das gemeinsam daran arbeitet, die Gesellschaft nach vorn zu bringen.

Ein wichtiger Bestandteil dieses Wirs ist auch die SPD im Römer: Die habe ich heute angeschrieben, nachdem ein Telefonat mit der SPD-Parteizentrale ergeben hatte, dass ich mich gerne an der parteiinternen Diskussion über die Zukunft der Sozialdemokratie beteiligen kann. Vielleicht mag die SPD ja auch an meinem Debattierclub teilnehmen und ihre Gedanken einbringen… Ich würde mich sehr darüber freuen.

Alles in allem lässt sich festhalten: Heute war ein erfolgreicher Tag. Ich habe viel kommuniziert, und ich hoffe, ich habe viele Denk- und Diskussionsprozesse angestoßen. Mein Wirken in der Welt mag minimal sein, aber immerhin ist Bewegung spürbar. Auch, wenn Corona die Welt im Moment in Atem hält: Im Hintergrund arbeite ich daran, dass nach dieser Krise über eine neue Weltordnung debattiert werden kann… und ich hoffe, dass sich viele Menschen an der Diskussion beteiligen. Denn schließlich hoffe ich immer noch, dass sich die globale Agora als Gegengewicht zum globalen Markt etablieren wird… das aber kann nur geschehen, wenn sich möglichst viele an der Diskussion über die globale Politik und Wirtschaft beteiligen.

Ich leiste mit diesem Blog – und mit meinen Mails – meinen Beitrag zur Debatte. Und merke, dass es sich lohnt, an der Debatte teilzunehmen. Vielleicht nicht monetär, noch nicht, aber für den Selbstwert ist es enorm förderlich, wenn man spürt, dass die eigenen Ideen diskutiert werden. Dieses Gefühl sollte sich jeder und jede gönnen dürfen. Deshalb rufe ich dazu auf: Beteiligt euch am Diskurs! Schreibt Mails an Medien und Parteien! Teilt eure Meinung, eure Geschichte, eure Ideen und Visionen! Werdet sichtbar, werdet hörbar, nehmt am großen Gespräch der Gesellschaft teil! Besetzt die Datenautobahn und startet, jeder für sich, private Revolutionen!

Was kann schon groß passieren? Meine Revolution brachte mich in die Psychiatrie, aber da kam ich ja auch wieder heraus… Meinen Job bin ich zwar los, aber einen neuen Job habe ich ja schon gefunden: Lehrer für Millionen, Inspiration für Generationen, so nenne ich mich jetzt. Mir fehlen zwar noch die Schüler, aber die werde ich sicher finden – alles nur eine Frage der Zeit.

Über Kommentare zu diesem Blogbeitrag aber freue ich mich jederzeit sehr… Hier geht es schließlich (auch) um Kommunikation, da wäre ein wenig Feedback sicher angemessen. Also, liebe Leserinnen, liebe Leser, gebt euch einen Ruck und haut in die Tasten – lasst mich wissen, was ihr denkt. Die Debatte um eure Zukunft sollte schließlich nicht ohne euch geführt werden: Nehmt teil, und lasst mich teilnehmen an euren Gedanken. Dieses Blog ist (auch) ein Kommunikationsangebot, und ich würde mich freuen, wenn ihr mein Angebot annehmen würdet.

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