Verrannt?!

In meinen letzten Beiträgen habe ich öffentlich gemacht, wie ich meine Zukunft sehe: Ich sehe mich als Lehrer für Millionen, so habe ich verkündet. Da habe ich mich mal wieder weit aus dem Fester gelehnt. Habe ich mich da etwa verrannt?

Das könnte man schon so sagen: Was ich in meinem Blog schreibe, kann quasi die ganze Welt lesen, und wenn ich der ganzen Welt verkünde, dass ich ein Lehrer für Millionen sein will, dann fragt sich die ganze Welt: Was will der Mann wirklich? Das aber habe ich doch schon in meinem Buch mitgeteilt: Ich will den Itoismus/Globalismus als Ideologie etablieren, und ich will König von Deutschland werden. Und zwar nicht nur in meinem Kopf, sondern richtig offiziell, als anerkannter Monarch über 80 Millionen Bürgerinnen und Bürger. Eine harte Ansage, aber Gott selbst hat mir die Erlaubnis gegeben, mich als König zu bezeichnen… und ich habe schon 2017 in einer E-Mail an die Medien meinen Anspruch öffentlich gemacht. Die Medien haben mir damals geantwortet, dass in der Demokratie das Volk die Rolle Gottes innehat und dass insofern nur das Volk mir die Autorität verleihen kann, mich als König zu bezeichnen – den Link finde ich gerade nicht, aber ich fand es recht bedenkenswert, was ZEIT Online mir zu denken gab.

Wenn ich jetzt wieder so olle Kamellen auspacke, dann geschieht das natürlich aus einem Grund: Ich habe lange nur undercover meine Lehre verbreitet, jetzt muss ich sie endlich ganz öffentlich machen. Und es ist nun einmal ein Kern meiner Lehre, dass Gott mir die Erlaubnis erteilt hat, mich als König von Deutschland zu bezeichnen.

Ein anderer Kern meiner Lehre ist, dass Göttin mir Kraft und Würde gibt, mein Amt zu erfüllen. Göttin aber ist die Rechtsnachfolgerin des Teufels, den ich mit einem beherzten Griff ans teuflische Gemächt aus der Welt hinfortdefiniert habe, genauso wie das Böse. Meine Lehre ist schon komplex, da braucht es schon ein ganzes Buch, um ihren Sinn zu erkennen. Ein Buch, das bis jetzt noch kaum Leser gefunden hat… das aber durchaus Sinn ergibt. Das sicherlich noch Leser finden wird.

Manchmal träume ich ja davon, was lange nach meinem Tod passieren wird: Die Menschen werden mich entdecken, wenn ich von ihnen gegangen bin, und dann werden die Menschen auch meine Bücher lesen. Erst posthum wird mir der Ruhm zuteil werden, den die Menschen mir zu Lebzeiten verweigern. Dann soll es eben so sein… Hauptsache, meine Gedanken beschäftigen die Menschen irgendwann.

Aber schöner wäre es natürlich schon, wenn schon zu meinen Lebzeiten ein Feedback auf meine Thesen käme, schöner wäre es natürlich schon, wenn ich an der Diskussion über meine Lehren selbst teilnehmen könnte. So ist dieser Blog auch ein beständiger Hilferuf eines Hilflosen, der sich nichts so sehr wünscht wie ein wenig Anerkennung, der nur ein wenig Aufmerksamkeit für seine steilen Thesen haben möchte. Vielleicht erbarmt sich ja einer meiner Leser und hinterlässt einen Kommentar unter diesem Posting, schließlich soll es auf diesem Blog ja auch um Kommunikation gehen… Die im Idealfall nicht nur einseitig vonstatten gehen soll.

2 Gedanken zu „Verrannt?!“

  1. Moin Thomas,
    wenn ich von Monarchie in Deutschland oder Erlaubnis Gottes lese, klingt das in meiner Wahrnehmung erstmal danach, als ob Du Dich verrant hast.
    Aber sind die beiden Punkte wirklich der Kern Deiner Lehre?
    Was mich im Itoismus viel mehr anspricht, ist die Frage danach, wie wir unser Miteinander gestalten … von der Verantwortung jedes Einzelnen, den politischen Diskurs mit zu leben, bis hin zum Globalismus.
    Das erfordert aber, einen schlafenden Riesen zu wecken, nämlich breite Massen der Bevölkerung.
    Das kann lange dauern. Zum Beispiel der Weg Paulskirchenverfassung 1849 über die Weimarer Republik bis zu unserem recht stabilen Grundgesetz von 1949. Vielleicht hast Du Dich verrannt, weil Du einen Marathon als Sprint angegangen bist?

    1. Klar, das mit der Monarchie klingt wie ein fixer Gedanke… den ich aber schon 2017 zur Diskussion gestellt habe (damals noch im kleinen Kreis). Der Kern meiner Lehre ist es sicher nicht.
      Breite Massen der Bevölkerung wollte ich ja wecken, als ich „Der Troll der Republik“ veröffentlicht habe… Das Buch, das sich bis jetzt nur sehr bescheiden verkauft. Vielleicht schaffe ich es ja, die Medien zur Berichterstattung über mein Buch zu überreden, und vielleicht kommt dann ein wenig Schwung in die Sache.
      Der Marathon geht offensichtlich weiter – und bis zur Reformation des Grundgesetzes wird es wohl noch etwas dauern. Ganz schlecht ist es ja tatsächlich nicht, das muss sogar ich zugeben. Auch, wenn es den Monarchen (mich!) so nicht vorsieht… aber das kann sich ja alles noch ergeben.

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