Der neue Job

Lange war ich Übersetzer für Videospiele… Im Jahr 2015 fing dann meine Transformation statt: Noch bevor ich damit begann, meine Gedanken für das Internet in einem Blog aufzuschreiben, richtete ich meine Worte per E-Mail an die Redaktionen dieser Republik, um mich am gesamtgesellschaftlichen Diskurs zu beteiligen. Es war meine Freundin Yoko, die mir zu einem Blog riet, und mein Freund Gero half mir, den Namen für mein Blog auszuwählen… Jetzt geht meine Transformation in die nächste Stufe.

In der nächsten Stufe meiner Transformation werde ich zum Lehrer für Millionen. Ich denke, mit der sozialen Alchemie habe ich eine Kunst für mich entdeckt, die noch viel mehr Menschen kennenlernen sollten. Und mit dem Itoismus/Globalismus habe ich eine Ideologie definiert, die sich im Laufe der Jahrhunderte durchsetzen wird. Der Europäische Traum, die Agora-Theorie… das sind gute Gedanken, die von vielen Menschen geteilt werden können. Ich habe diese Ideen ins System eingespeist, jetzt muss das System nur noch auf meine Gedanken reagieren.

Mein einziges Problem als Lehrer für Millionen: Im Moment fehlen mir noch die Schüler. Klar, vereinzelt verirren sich Leser auf dieses Blog, aber Schüler, die sich von Angesicht zu Angesicht unterrichten lassen, die fehlen mir noch. Und mir fehlt noch ein Schulleiter, der den ganzen administrativen Kram erledigt, während ich mich auf Forschung und Lehre konzentriere. Zwar hatte ich kurzfristig einen Manager, aber über die Vertragsbedingungen konnten wir uns nicht einig werden, so stehe ich jetzt wieder alleine da.

Vielleicht ende ich ja doch so wie Nikola Tesla? Der war seiner Zeit und seiner Umwelt auch weit voraus, zu weit voraus, und endete als missverstandenes Genie im Armenhaus. Meine Umwelt macht sich im Moment Gedanken über mich, macht sich im Moment Sorgen um mich, hat das Gefühl, dass ich mich verrenne. Ehemalige Kollegen meiden meine Posts auf Facebook, manche reagieren nicht einmal mehr auf Nachrichten, und wenn sie doch reagieren, dann machen sie mir deutlich, dass sie sich Sorgen machen.

Ich will ein Lehrer für Millionen sein? Ich bin ein Freak! Aber ein Freak mit einer Lehre, und ich bin sicher, diese Lehre wird sich ausbreiten… Vielleicht nicht gleich in den nächsten Jahren, aber ganz bestimmt im Laufe der Jahrhunderte. Die Welt wird mich schon noch entdecken. Vielleicht helfe ich der Welt ja auch, mich zu finden. Doch, das werde ich bestimmt. Ich muss nur meine Scheu überwinden, muss auf Menschen auf der Straße zugehen, muss sie ins Gespräch verwickeln… dann kriegen wir das schon hin.

Für den Augenblick aber soll es genug sein mit einem kurzen Blogbeitrag… Ein Lebenszeichen aus dem Itoversum, für Freunde und Familie und für die anonymen Massen an den Endgeräten… Meine Geschichte entwickelt sich noch, und aktuell lässt sich nicht sagen, wohin sie führen wird.

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