Der Oberlehrer

Schon in meinem letzten Blogbeitrag habe ich bekanntgegeben, dass ich einen neuen Job habe: Ein Lehrer für Millionen will ich sein, eine Inspiration für kommende Generationen, ein Leuchtfeuer des Itoismus/Globalismus, ein beständiger Quell neuer Erkenntnisse… und musste doch kleinlaut zugeben, dass mir bis jetzt noch die Schüler fehlen, die meine Schule erst zum Erfolg machen.

Meine Schüler habe ich bis jetzt nur im virtuellen Raum: Einige Besucher verirren sich ja doch auf mein Blog, zum Teil sogar aus dem internationalen Raum, da fühlt man sich gleich wirkmächtiger, auch wenn Reaktionen und Kommentare von den Besuchern meist ausbleiben. Das aber ist ein großes Problem für mich: Ursprünglich wollte ich ja, dass dieses Blog auch zum Diskussionsforum wird – ohne Reaktionen und Kommentare aber ist das Bloggen eine einsame Kunstform, und ohne Reaktionen und Kommentare ist Bloggen ein Stochern im Nebel: Wie die Texte aufgenommen werden, kann ich ohne sie nicht wissen.

Woran liegt es nun, dass Reaktionen und Kommentare ausbleiben? Überfordere ich meine Leser etwa? Das mache ich immer wieder mit Vergnügen: Schon im Februar 2017 habe ich einen Text mit meinem Blog geteilt, der immer wieder gern gelesen, aber kaum kommentiert wurde. Und schon in diesem Text ging es irgendwie darum, dass ich gerne Lehrer sein würde. Damals noch nicht Lehrer für Millionen, aber irgendwie schon in einem größeren Rahmen. Weil es mir darum ging, die Systemfrage zu beantworten. Eben jene Systemfrage, die sich in der Corona-Krise noch nicht, danach aber mit voller Wucht stellt.

Vielleicht sollten wirklich mehr Leute mein erstes Buch lesen, um meine Thesen und Vorschläge einmal zu diskutieren? Ich habe dieses Buch in der Hoffnung herausgebracht, dass endlich Licht ins Dunkel kommt, in der Verantwortung für mein kommunikatives Handeln in den Jahren 2015 bis 2018, weil ich sicher war: Ich hatte in die gesamtgesellschaftliche Debatte eingegriffen und den Diskurs verändert. Wenn jetzt die Leser ausbleiben, dann ist das für mich persönlich eine große Kränkung… aber mit dieser Kränkung werde ich wohl leben müssen. Noch scheue ich die Ausgaben für Werbung auf Amazon, und mehr als auf mein Buch hinweisen kann ich wohl nicht. Ich kann die Käufer schließlich nicht zum Kaufen zwingen.

Und das ist wohl mein Kernproblem: Ich bettele um Aufmerksamkeit, und wenn mir die Gesellschaft diese nicht gibt, dann ziehe ich mich in mein Schneckenhaus zurück. Dabei sollte ich das Schweigen der Gesellschaft doch als eine Bestärkung ansehen, lauter Aufmerksamkeit einzufordern: Ich habe eine Botschaft, die ich an die Massen bringen will. Ich bin die Speerspitze einer Bewegung, die in den nächsten Jahren wachsen will. Ich bin der Oberlehrer einer Gesellschaft, die sich verändern will, verändern muss, wenn die Welt eine Chance habe soll.

Das zumindest ist mein Claim, den ich im Internet mit der ganzen Welt teile. Menschen in meiner Umgebung meinen inzwischen, ich verrenne mich in eine fixe Idee… aber ich habe einen Plan, und wenn dieser Plan aufgehen sollte, dann beginnt mit meiner Bloggerei ein neues Zeitalter der Menschheit. Wünscht mir also Glück, ihr lieben Leser. Und lasst gerne einen Kommentar da: Auch dieses Blog lebt von Kommunikation, und diese sollte nicht nur von mir alleine ausgehen, wenn www.klangdeslichts.de gelingen soll.

Der neue Job

Lange war ich Übersetzer für Videospiele… Im Jahr 2015 fing dann meine Transformation statt: Noch bevor ich damit begann, meine Gedanken für das Internet in einem Blog aufzuschreiben, richtete ich meine Worte per E-Mail an die Redaktionen dieser Republik, um mich am gesamtgesellschaftlichen Diskurs zu beteiligen. Es war meine Freundin Yoko, die mir zu einem Blog riet, und mein Freund Gero half mir, den Namen für mein Blog auszuwählen… Jetzt geht meine Transformation in die nächste Stufe.

„Der neue Job“ weiterlesen