Statusupdate

Freitag, der 13. – ein guter Tag für einen neuen Blogbeitrag. Die Psychiatrie hält mich immer noch gefangen, oder besser: Noch immer versuchen Ärzte in der Klinik, mir optimal zu helfen. Ich selbst bin immer noch braver Patient und lasse alles geschehen, was mit mir geschieht. Wohin die Reise geht? Das ist im Moment noch äußerst ungewiss.

Bei meinem letzten Psychiatrieaufenthalt hatte der behandelnde Chefarzt gemeint, ich solle zurück zu Nintendo gehen. Nintendo sei meine letzte Chance, so hatte er gemeint. Jetzt steht immer öfter das Wort „Frühverrentung“ im Raum… wobei anzumerken wäre, dass meine Rente äußerst mickrig wäre, wenn ich jetzt die Erwerbstätigkeit einstellen würde. Und vielleicht fühle ich mich ja auch noch ein wenig jung für die Rente? Immerhin habe ich mit meinen 50 Jahren noch Träume und Visionen, die es auszuleben gilt… In einem älteren Blogbeitrag hatte ich auch angedeutet, dass ich als nächstes die Schule des Itoismus gründen will. Und in meinem Kopf funktioniert diese Schule ja auch schon ganz gut. Ich habe zwei WhatsApp-Gruppen, in denen ich meine Weisheiten zum Besten gebe, und dort sammle ich auch Feedback zu meinen Ideen. Ist halt nur noch nicht so super profitabel. Aber das kann ja alles noch kommen.

Was gibt es ansonsten zu berichten? Falls der Zug in Richtung Rente gehen sollte, würde ich wohl zurück nach Bonn ziehen, um dort einen Neustart zu versuchen. Da wäre ich auch näher bei der Familie, was sicherlich kein Nachteil wäre. Ich könnte zurück an die Uni gehen, um mir dort das Handwerkszeug des Lehrers draufzuschaffen. Denn irgendwie wäre ich ja gerne eben das: Ein Lehrer! Immerhin habe ich in den Jahren 2015-2018 meine eigene Lehre formuliert, die muss jetzt in die Welt entlassen werden.

Eine neue Homepage für die Schule müsste ich auch irgendwann noch einrichten. Aber das schiebe ich vor mir her, solange ich noch im Krankenstand bin. Ein Geschäftsmodell müsste ich mir überlegen, damit die Schule auch profitabel ist. Auch das schiebe ich noch vor mir her.

Im Moment hält der Alltag mich gut beschäftigt: Meine Mitbewohnerin hat mich lieb, ich habe sie auch ganz schrecklich lieb, aber manchmal hakt’s halt noch in der Beziehung. Kein Wunder, habe ich doch jahrelang allein gelebt, bin ich doch noch nicht gewohnt daran, Kompromisse in Beziehungen einzugehen. Aber das ändert sich ja jetzt ganz langsam.

Und sonst so? Ach, da gäbe es so einiges zu berichten. Aber das spare ich mir lieber für die nächsten Blogbeiträge auf – man muss ja nicht alles auf einmal verraten, und im Grunde geht’s in diesem Blogbeitrag nur darum, mal kurz ein Lebenszeichen von mir zu geben, damit die Welt da draußen weiß: Der Ito lebt noch, und es geht dem Ito gut. Den Umständen entsprechend halt, auch wenn die Umstände im Moment extrem beschissen sind. Habe ich mir wohl auch selbst zuzuschreiben – was musste ich mich auch so sehr in Mails exponieren, was musste ich den Menschen auch meine Geschichte so krass aufdrängen? Serves me right to suffer, wie der alte Bluessong sagt. In diesem Sinne: The struggle continues, und ich werde nicht so leicht aufgeben, auch dann nicht, wenn der Alltag im Moment ein wenig härter ist als ich es mag.

Bleibt mir trotzdem gewogen, liebe Leser… Bald gibt’s bestimmt auch wieder sonnigere Blogbeiträge, bis auf weiteres zwar ohne Fotos, aber dafür mit ganz viel Liebe.

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