MoDiMiDoFrSaSo

„Mein Kopf ist ein Labyrinth. Mein Leben ist ein Minenfeld.“ Was Blixa Bargeld von den Einstürzenden Neubauten einst über sich selbst gesungen hat, kann ich jetzt auch über mich sagen: Mein Kopf ist ein brutaler Ort, und in meinem Leben muss ich verdammt vorsichtig einen  Fuß vor den anderen setzen, wenn ich mich nicht selbst in die Luft jagen will.

Was ist nur geschehen? Was hat mich nur so sehr aus der Bahn geworfen? Ich habe der Welt „die Wahrheit[TM]“ verkündet, das ist, was geschehen ist. Und die (vielleicht nur gefühlte) Reaktion der Welt auf meine Wahrheit habe ich nicht vertragen. In einem (vielleicht nur imaginierten) Dialog mit der Welt habe ich mich verloren, bin ich über das Ziel hinausgeschossen, und die Welt hat beschlossen, dass ich in der Psychiatrie besser aufgehoben bin als an meinem Arbeitsplatz.

Seit etwas über einem Jahr versuche ich nun, einen Weg zurück in die Welt zu finden. Und bleibe dabei doch bei meiner Aussage, die ich im Wahn getroffen habe: Nicht ich bin verrückt, nicht ich bin krank. Es ist die Welt, die leidet – und ich bin die Heilung. Seit etwas über einem Jahr kämpfe ich mit den Ärzten, kämpfe auch mit mir selbst, immer auf der Suche nach… Ja, nach was eigentlich?

Was ich suche, ist eine elegante Lösung; eine elegante Lösung sowohl für mich als auch für den Rest der Menschheit. Eine Zeitlang dachte ich, Göttin sei die elegante Lösung: Aus Luzifer, dem Gegenspieler Gottes, hatte ich Göttin geformt als Mitspielerin, als gleichberechtigte Partnerin des HERRN. Aber meine Offenbarungen wollte keiner hören oder lesen, und so verlor ich schließlich den Verstand.

War es wirklich so? Oder war es vielmehr so, dass mein Verstand nur entkoppelt war vom Verstand der Restmenschheit? Ich weiß nicht genau, wie die Ärzte mich erlebt haben in der Psychiatrie, ich habe keinen Einblick in meine Patientenakte. Dabei wäre die Lektüre sicher interessant und aufschlussreich… Ich wüsste schon gerne, welche Worte den Ärzten eingefallen sind, um meinen Zustand im Laufe des letzten Jahres zu dokumentieren.

Bücherweisheit bringt uns nicht immer weiter… aber schön zu wissen, wenn man was zu lesen hat.

Vielleicht ist es aber auch gar nicht so wichtig, das zu erfahren. Wichtig ist, dass ich mir in der Psychiatrie einen neuen Ehrentitel für mich selbst ausgedacht habe: Der Adoptivsohn Gottes, so will ich mich fortan schimpfen (lassen). Da wir alle Kinder Gottes sind, ist das gar nicht mal so abwegig. Man muss halt nur mal darauf kommen, und schon ist der Weg frei, um zum Halbbruder des Messias Jesus Christus zu werden. Wehe, wenn sich das herumspricht!

Es bleibt auf jeden Fall kompliziert… und ist doch letztlich so einfach, dass es jeder verstehen kann, der sich nur ein wenig auf mein Denken einlässt. Meine Wege sind zwar nicht vorherbestimmt, aber letztlich folgt alles, was bisher passiert ist, einem göttlich genialen Plan. Letztlich wird alles, was jetzt noch folgen mag, dem gleichen genialen Plan folgen. Ich muss mich nur führen lassen, und mein Weg führt an sein vorbestimmtes Ziel. Wie dieses Ziel wohl aussehen mag? Ich kann es selbst mit letzter Sicherheit nicht sagen…

Was ich aber sagen kann: Morgen feiern die Anhänger von Margarete Stokowski das Fest von Alleranderen, und auch ich werde morgen wohl zu mir sagen können: Zumindest habe ich’s versucht. Zumindest habe ich getan, was in meiner Macht stand, um die Welt zu verändern. Wenn es mir bis jetzt noch nicht so ganz gelungen ist… dann scheiß doch drauf, zumindest habe ich getan, was in meiner Macht lag.

Die Reise auf www.klangdeslichts.de geht weiter, und auch mein Leben ist noch lange nicht vorbei… Wie’s weitergehen soll, steht bis jetzt noch nicht endgültig fest, aber dass es weitergehen muss, steht außer Frage. Man darf gespannt sein, was die Zukunft mit sich bringen mag.

2 Gedanken zu „MoDiMiDoFrSaSo“

  1. it is late now, everybody is sleeping in Austria now. I needed to read your new article. you are doing so great, but you are not being gentle with yourself. You should be your best friend. Come on Thomas, you are fighting with yourself, that means you are brave and capable as well.

    The future? who knows? nobody knows. Don´t ask you so many questions…you are doing so well!
    you are inspiring many people, that you even don´t know!

    Thanks for being there my friend!

    1. I thank you for being there… Your comment means a lot to me, dear Valentina.

      Am I really inspiring people? I don’t see them – are they all behind me, do they have my back?

      Questions again… I should not ask so many questions, as you say. I’m doing well; I want to believe that, too. I just have to keep on doing what I’m doing, and everything will just go fine in the end. I just have to believe in myself. Thank you for your continued support.

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