Under Construction

Vielleicht klang mein letzter Blogbeitrag ja etwas weinerlich. Vermutlich hatte ich ein Tief. Auch so etwas kommt vor. Mittlerweile geht es aber wieder etwas besser, schönen Dank der Nachfrage.

Was war nur der Grund für meine schlechte Laune? Vielleicht war’s ja einfach nur die Tatsache, dass ich viel zu lange nicht gebloggt hatte, vielleicht war die Laune aber auch im Keller, weil die Textproduktion allgemein ins Stocken geraten war. Klar, da waren diese Mails, immer diese Mails, die oft unbeantwortet blieben, Hilfeschreie in den virtuellen Raum, Statements, die keinen der Empfänger wirklich interessierten, kommunikative Gesten, mit denen ich mich immer wieder aufdrängte, immer wieder ins Bewusstsein rief… und mit denen ich doch nur immer wieder deutlich machte, wie anders ich doch war.

Nun ist der Mensch nirgends so sehr Mensch wie da, wo er wahrgenommen werden will. Das behaupte ich jetzt einfach mal. In meinem Blog will ich wahrgenommen werden. Bin ich in meinem Blog ganz Mensch?

Der Mensch ist nirgends so sehr Mensch wie da, wo er dem anderen Menschen begegnet. In diesem Blog bin ich nur Textproduzent, die Begegnung findet hier nur virtuell statt. Nein, in meinem Blog bin ich nur der Sender, der seine Sendung in den virtuellen Raum stellt. In meinem Blog transzendiert mein Wort Zeit und Raum, auch wenn es vielleicht nur selten Empfänger findet. Die Zugriffszahlen sprechen da eine deutliche Sprache.

Umso schöner, wenn tatsächlich mal Feedback kommt: Aus meinem letzten Blogbeitrag ergab sich eine richtige Mail-Kommunikation über mehrere Tage, die hat vielleicht auch dazu beigetragen, dass meinen Laune sich etwas gebessert hat.

Tja, und dann gibt’s da ja noch mein „Großprojekt“, die Autobiografie, an der ich gerade tippe, wenn ich Lust dazu verspüre – die ist der eigentliche Anlass für diesen Blogbeitrag. Gestern habe ich mit den ersten 10.000 Wörtern einen privaten „Milestone“ geknackt, und auch wenn damit vielleicht gerade mal der Einstieg gelungen ist: Es beruhigt zu wissen, dass es irgendwie voran geht, irgendwie vielleicht auch in die richtige Richtung. Ob sich hinterher auch Leser finden werden? Das sehen wir dann, wenn wir fertig mit der Arbeit sind.

Für heute wollte ich nur sagen: Der Ito schreibt. Der Ito bleibt. Auch, wenn nicht immer klar ist, wohin die Reise mit der Selbstoffenbarung letztlich führen soll. In Blogbeiträgen suche ich ja nur meinen Stil, finden kann ich ihn eventuell dann ganz woanders.

Only time will tell. And time is on my side.

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