Blumengrüße aus der Hölle

Schon wieder ist fast ein Monat ins Land gegangen seit meinem letzten Blogbeitrag. Eigentlich hätte mein Schweigen sicher nicht so lange dauern sollen, aber dann… Es gab vielleicht auch nicht so viel zu berichten. Oder etwa doch?

Wenn ich die letzten Wochen so rekapituliere, dann fällt auf: Ich habe mal wieder viele Mails geschrieben – und erschreckend wenig Antwort auf die Mails bekommen. Vermutlich habe ich mich mit meinem kommunikativen Handeln mal wieder längst ins Abseits katapultiert, ohne es zu merken.

Aber dann: Auch im Abseits lebt es sich recht angenehm. Manchmal fühlt es sich wohl etwas einsam an, aber auch damit kann man umzugehen lernen. Wenn ich an meiner Autobiografie sitze, kommt es mir manchmal so vor, als wäre mein ganzes bisheriges Leben auf diesen Punkt ausgerichtet gewesen, auf diesen Moment, in dem ich ganz bei mir selbst bin und bei niemandem sonst. In dem ich gleichzeitig aber eine große Einheit spüre, eins werde mit dem ganzen bewohnten Teil des Universums.

Was habe ich getan? Ich habe einen kleinen Text über „Chaos: Theorie und Praxis“ geschrieben, ihn mit der akademischen Welt und mit der Medienöffentlichkeit der Republik geteilt. Natürlich wollte ich mich damit mal wieder ins Gespräch bringen, natürlich wollte ich auch sehen, ob meine Thesen irgendein wahrnehmbares Echo in der realen Welt auslösen.

War das Echo wahrnehmbar? Nun, zumindest ich hab’s wahrgenommen. Aber das mag auch daran liegen, dass ich das Echo erwartet habe. Dass ich das Echo wahrnehmen WOLLTE. Ob es nachweisbar war? Das lässt sich mit meinen Mitteln nicht belegen. Vielleicht lese ich einfach nur zu viel zwischen den Zeilen, weil ich zwischen den Zeilen lesen WILL.

Vielleicht – ganz vielleicht – bin ich aber wirklich einer großen Sache auf der Spur. So ganz genau lässt es sich aktuell wohl nicht sagen. Aber man darf gespannt sein, wie die Suche weitergeht.

Ein Gedanke zu „Blumengrüße aus der Hölle“

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