Lebenszeichen

Puh, schon wieder so lang Funkstille auf dem Blog… Hoffe, die Leserschaft hat sich keine allzu großen Sorgen gemacht. Falls doch: Keine Sorge, dieses Blog mag zwar im Koma liegen, aber der Puls schlägt noch – im Hintergrund geht viel ab, wovon es zu berichten lohnt.

Zunächst einmal das Wichtigste: Die Genesung nach dem Burnout macht gute Fortschritte – mittlerweile kann ich es mir vorstellen, zu meinem Arbeitgeber zurückzukehren, selbst wenn nicht gleich die ganze Firma umstrukturiert wird, um meine privaten Projekte umzusetzen. Vielleicht war es ja tatsächlich etwas hoch gegriffen, als ich sagte, dass die Firma sich ändern muss, wenn die Firma mich behalten will. Jetzt zurückrudern ist zwar ein wenig traurig, weil meine Ideen für die Firma wirklich gut waren, aber wenn das Management keine Zeit oder Lust hat, diese anzuhören: Dann eben nicht. Einen bedenkenswerten Artikel, der mir in dieser Hinsicht die Augen geöffnet hat, veröffentlichte ZEIT online vor einiger Zeit. Ich habe mich ein Stück weit wiedererkannt.

Es gibt schließlich noch andere Dinge, die das Herz erfreuen können: Ein lieber Brief aus Frankreich erreichte mich (und mein 500 Millionen Mitbürgerinnen und Mitbürger in Europa) vor einigen Tagen via SPIEGEL online. Und der hat mich wieder daran erinnert, dass ich um die Weihnachtszeit erst die Macher von www.my-europe.org angeschrieben hatte: Im anstehenden Europawahlkampf wollte ich mich engagieren, so hatte ich angekündigt, und um Unterstützung gebeten. Wenn diese Unterstützung jetzt von höchster Stelle kommt – da ist es mir doch eine Ehrensache, mein Engagement von 2016 und 2017 wieder aufzunehmen, nachdem 2018 ja eher geprägt war von Nachdenken über den Globalismus.

Wie ich mich engagiere? Na ja, wie sich ein einfacher Bürger halt engagieren kann: Den Brief von Herrn Macron habe ich beantwortet, habe ihm meine Ideen für Europa präsentiert und hoffe, damit einen kleinen Beitrag zur großen Debatte geleistet zu haben. Natürlich will ich diesen Brief nicht nur hier auf der Website zum Download anbieten, sondern auch den üblichen Stellen in Mails zur Kenntnis bringen, um mich bis Ende Mai dann weiter in die Debatte einzuschalten, soweit es die Gesundheit eben zulässt.

Und sonst so? In meiner Freizeit bemühe ich mich, meine Vergangenheit schriftlich aufzuarbeiten. Ob meine Autobiografie je erscheinen wird, das kann ich jetzt noch nicht genau sagen, aber ich bin zuversichtlich, dass dieses Jahr geprägt sein wird von Arbeit an den „Trümmerfrauen“ (das ist der Titel von dem Schinken). Fragt sich nur, wer das dann lesen soll? Und welche Lehren die Leser aus meiner Geschichte ziehen werden?

Grundsätzlich hoffe ich natürlich, das Buch wird ein veritabler Hit, aber so ganz sicher kann man sich da ja nie sein… Die Zeit wird’s sicher zeigen. Erst mal das Manuskript fertig machen, und dann im Anschluss daran einen Verleger finden, das wäre sicher auch eine Option.

Erst mal kommt jetzt der Frühling, danach dann hoffentlich irgendwann die Entlassung aus dem Krankenhaus, dann die Wiedereingliederung, und dann sehen wir, was dann so auf uns zukommt. 2019 ist als Jahr zwar nicht mehr sooo frisch wie bei meinem letzten Blogbeitrag, bietet aber noch jede Menge Freiraum für die persönliche Entfaltung. Warten wir einfach mal ab, was die nächsten Monate so bringen werden – es wird sich sicher alles finden, und gelegentlich kommen hier auch bestimmt noch ein paar Updates. Versprechen kann ich’s nicht, aber versuchen werde ich’s sicherlich… auch, wenn der Traffic noch zu wünschen übrig lässt. Egal, im Zweifel schreibe ich mein Blog ohnehin nur für mich allein, wenn da dann keiner hinschaut, das darf mal nicht so schlimm sein.

Was war. Was ist. Was wird.

Dem aufmerksamen Leser wird es aufgefallen sein: Es war eine ganze Weile nichts mehr los auf diesem Blog. Und davor gab’s einige seltsame Dinge zu lesen. Woran hat’s gelegen? Wie geht’s mir im Moment? Und vor allem: Was kommt jetzt?

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Die Einführung der Symbolwirtschaft

Vorgestern, am 9. November 2018, teilte ich per E-Mail ein Dokument mit einigen ausgewählten Empfängern, in dem ich – nicht ganz unbescheiden – das Ende der Marktwirtschaft erklärte und als neues System für die wirtschaftliche Zusammenarbeit auf globaler Ebene die „Symbolwirtschaft“ definierte. Es war mir wichtig, dieses Dokument pünktlich zum Stichtag, dem 100. Jahrestag der Ausrufung der Republik in Deutschland, bei den diversen Stellen, die ich anschrieb, ins Gespräch zu bringen. Gestern dann sandte ich das Dokument an einige Freunde und Bekannte, um auch sie – zeitgleich mit der Durchführung des European Balcony Project – in meine Pläne einzuweihen. Heute, zum Gedenken an das Ende des 1. Weltkriegs, das vor 100 Jahren besiegelt wurde, möchte ich das Dokument mit der Welt teilen… oder zumindest mit dem Teil der Welt, der dieses Blog besucht. Es handelt sich hierbei natürlich nur um einen ersten Entwurf für ein neues Wirtschaftssystem, das im Laufe der nächsten Jahre und Jahrzehnte sicher noch weitergedacht und verfeinert werden kann und muss. Trotzdem möchte ich es schon heute zur Diskussion stellen und freue mich auf jede Art von Feedback, die dieser Text auslösen mag. „Die Einführung der Symbolwirtschaft“ weiterlesen

Helden wie wir (Teil II)

Oh Mann, da habe ich mich ja wieder weit aus dem Fenster gelehnt! In meinem vorletzten Text schreibe ich mal wieder viel über meine aktuelle Situation, meine Pläne für die Zukunft und meine Ideen für ein Buchprojekt sowie die Transformation meiner aktuellen Arbeitsstätte in ein „Zukunftslabor für die gesamte Menschheit“… und ein Teil der Leserschaft saß wohl an den Endgeräten, las meine Ankündigungen und dachte sich nur leise: WTF?! „Helden wie wir (Teil II)“ weiterlesen

Brief an die Brandbeschleuniger

Eigentlich war es mein Plan, bei der AfD anzurufen und mit ihr im persönlichen Gespräch meine politischen Ansichten zu erörtern. Aber ein Nachbar meinte, ich solle lieber abwarten bis nach der Hessenwahl… und ein guter Mensch erteilte mir den Rat, doch lieber den Weg über einen offenen Brief zu wählen. Und so sollte es wohl auch sein: Hessen hat gewählt, Angela Merkel hat ihre Konsequenzen aus dem Wahlergebnis der CDU gezogen, und für mich ist es an der Zeit, meinen Brief an die “Alternative” auch der Öffentlichkeit zu präsentieren. 

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Blumengrüße aus der Hölle

Schon wieder ist fast ein Monat ins Land gegangen seit meinem letzten Blogbeitrag. Eigentlich hätte mein Schweigen sicher nicht so lange dauern sollen, aber dann… Es gab vielleicht auch nicht so viel zu berichten. Oder etwa doch?

Wenn ich die letzten Wochen so rekapituliere, dann fällt auf: Ich habe mal wieder viele Mails geschrieben – und erschreckend wenig Antwort auf die Mails bekommen. Vermutlich habe ich mich mit meinem kommunikativen Handeln mal wieder längst ins Abseits katapultiert, ohne es zu merken. „Blumengrüße aus der Hölle“ weiterlesen

Die irre Republik

In meinen letzten beiden Blogbeiträgen habe ich mich mal wieder verdammt weit aus dem Fenster gelehnt… zumindest kommt es mir so vor. Erst frage ich, was Gott will, dann oute ich mich als bipolar, teile die Links zu meinen Artikeln so weit, wie’s eben geht und ziehe mich dann dezent aus der öffentlichen Debatte zurück: Irgendwie war’s wohl an der Zeit, einfach mal mein dummes Maul zu halten, anstatt ungefragt Meinungen in den virtuellen Raum zu blasen? Ja, das kann schon sein. „Die irre Republik“ weiterlesen

Der Melle und der Ito

Nachdem mich der Krisenwandler über Twitter persönlich darum gebeten hat, einen Beitrag für seine Blogparade zu schreiben, dachte ich mir: Komm, da mach ich mit! „Bücher, die mein Leben verändert haben“ gibt es sicher einige, und eins kam mir gleich in den Sinn. Eins, über das ich eigentlich schon lang schreiben wollte. Also… Hier ist meine persönliche Geschichte über „Die Welt im Rücken“ von Thomas Melle.

Jetzt also doch noch ein paar Worte über Melle. Eigentlich wollte ich schon lange über ihn schreiben und über seinen großen autobiografischen Roman, über „Die Welt im Rücken“. Wenn es ein Buch gibt, das mein Leben verändert hat, dann war es wohl dieses. Aber wie kam’s dazu, und wieso gerade dieses? „Der Melle und der Ito“ weiterlesen