Blumengrüße aus der Hölle

Schon wieder ist fast ein Monat ins Land gegangen seit meinem letzten Blogbeitrag. Eigentlich hätte mein Schweigen sicher nicht so lange dauern sollen, aber dann… Es gab vielleicht auch nicht so viel zu berichten. Oder etwa doch?

Wenn ich die letzten Wochen so rekapituliere, dann fällt auf: Ich habe mal wieder viele Mails geschrieben – und erschreckend wenig Antwort auf die Mails bekommen. Vermutlich habe ich mich mit meinem kommunikativen Handeln mal wieder längst ins Abseits katapultiert, ohne es zu merken. „Blumengrüße aus der Hölle“ weiterlesen

Die irre Republik

In meinen letzten beiden Blogbeiträgen habe ich mich mal wieder verdammt weit aus dem Fenster gelehnt… zumindest kommt es mir so vor. Erst frage ich, was Gott will, dann oute ich mich als bipolar, teile die Links zu meinen Artikeln so weit, wie’s eben geht und ziehe mich dann dezent aus der öffentlichen Debatte zurück: Irgendwie war’s wohl an der Zeit, einfach mal mein dummes Maul zu halten, anstatt ungefragt Meinungen in den virtuellen Raum zu blasen? Ja, das kann schon sein. „Die irre Republik“ weiterlesen

Der Melle und der Ito

Nachdem mich der Krisenwandler über Twitter persönlich darum gebeten hat, einen Beitrag für seine Blogparade zu schreiben, dachte ich mir: Komm, da mach ich mit! „Bücher, die mein Leben verändert haben“ gibt es sicher einige, und eins kam mir gleich in den Sinn. Eins, über das ich eigentlich schon lang schreiben wollte. Also… Hier ist meine persönliche Geschichte über „Die Welt im Rücken“ von Thomas Melle.

Jetzt also doch noch ein paar Worte über Melle. Eigentlich wollte ich schon lange über ihn schreiben und über seinen großen autobiografischen Roman, über „Die Welt im Rücken“. Wenn es ein Buch gibt, das mein Leben verändert hat, dann war es wohl dieses. Aber wie kam’s dazu, und wieso gerade dieses? „Der Melle und der Ito“ weiterlesen

Was will Gott?

„Gott will es!“ Mit diesem Schlachtruf zogen die Kreuzritter im Mittelalter in den Krieg. Die Wikipedia lehrt uns, dass die anwesenden Gläubigen mit diesem Ruf auf eine Predigt Papst Urbans II. reagierten, der im November 1095 in Clermont zur Befreiung der heiligen Stätten in Jerusalem aufrief. Die Befreiung Jerusalems von den Muselmanen – so wurden sie damals genannt – führte zu Jahrhunderten blutiger Auseinandersetzungen zwischen Abend- und Morgenland, und wenn man sich ansieht, wie heute noch in Deutschland und der Welt über den richtigen Umgang mit dem islamischen Glauben debattiert wird, dann könnte man sagen: Religionspolitisch gesehen waren die Kreuzzüge ein echter Schuss in den Ofen. „Was will Gott?“ weiterlesen

Nicky

Dem aufmerksamen Leser ist’s schon aufgefallen… Manchmal weht ein Hauch von Vergangenheit durch dieses Blog, wenn ich zum Beispiel hier oder hier die Erinnerung an längst vergessene Shootings noch einmal aufwärme, und auch die Bilder, die diesen Beitrag illustrieren, sind nicht mehr ganz taufrisch… Gut drei Jahre ist es mittlerweile her, dass Nicky sich die Ehre gab, vor meiner Kamera zu posieren, und da könnte man ja gut mal fragen: Wieso komme ich ausgerechnet jetzt darauf, die Bilder aus unserem Shooting zu präsentieren? „Nicky“ weiterlesen

Blur and Noise

In Zeiten des präzisen Autofokus haben sie ja fast schon so etwas wie Seltenheitswert: Die komplett unscharfen Fotos, wie eines diesen Artikel ziert. Wie ich es geschafft habe, meinen Buddy Holger so abzulichten, ist mir selbst ein Rätsel – aber schon, als ich das Foto auf dem Display der Kamera sah, da wusste ich: Hier haben wir ein Gewinnerfoto. Eins, das ich über kurz oder lang auch mal öffentlich präsentieren muss. Was ich dann hiermit tun will. „Blur and Noise“ weiterlesen

Buddies

Ich habe viel zu lang nichts auf diesem Blog von mir lesen lassen… Woran mag’s wohl gelegen haben. Zum einen wohl daran, dass es nicht viel von der Foto-Front zu berichten gab. Zum anderen aber wohl auch daran, dass ich mit „Heimat BRD“ und „Quo Vadis, Germany“ mal wieder zwei Texte vorgelegt hatte, die ich erst mal für mich selbst sacken lassen musste. Man steigert sich ja als Blogger gerne in die eigenen Bloggerei hinein, und Anfang März hatte ich mich wohl richtig weit aus dem Fenster gelehnt. Kann passieren. „Buddies“ weiterlesen

Quo Vadis, Germany?

Das Leben spielt einem schon manchmal seltsame Streiche: Am Freitag blogge ich über meine „Heimat BRD“, am Samstag erscheint ein viel gelesener, viel kommentierter Artikel auf Zeit online, der die These aufstellt, dass Opa kein Held war – und der daran erinnert, dass wir als Gesellschaft vielleicht noch einmal über unsere Erinnerungen an die dunklen Jahre reden wollen, die lange Zeit in der BRD so etwas wie die Leitkultur darstellte. Im antifaschistisch geprägten Teil Deutschlands sah die Leitkultur ganz anders aus, und so war es vielleicht nur zwangsläufig, dass letztes Jahr eine Debatte darüber geführt wurde, was denn unsere Leitkultur eigentlich ausmache? „Quo Vadis, Germany?“ weiterlesen

Heimat BRD

Hurra, wird mancher sagen, der alte weiße Mann schreibt wieder über seine Heimat! Das hat er schon letztes Jahr getan, erst im Juli und dann noch einmal im Dezember. Aber die Debatte darüber, was Heimat ist, tobt weiter – oder wird sie nur auf kleiner Flamme im Hintergrund geköchelt, und ich bilde mir nur ein, dass ein Diskurs stattfindet, weil ich in meiner Filterblase immer mal wieder den Propheten Google bemühe, um mir die neuesten Beiträge zur Debatte vorsortiert servieren zu lassen? Das wäre zumindest eine Möglichkeit… aber irgendwo muss man ja schließlich seine Themen finden, und wenn man so ein Blog fürs Netz schreibt, ist es irgendwie naheliegend, im Netz nach Themen zu suchen, die sich diskursiv abarbeiten lassen. „Heimat BRD“ weiterlesen

Lob der Einfachheit

Mittwoch ist ein guter Tag zum Schreiben. Im Prinzip natürlich genauso gut wie Dienstag oder Donnerstag, im Prinzip wahrscheinlich genauso gut wie jeder andere Tag, aber dieser Satz schoss mir auf dem Heimweg von der Arbeit durch den Kopf, also will ich mit ihm den heutigen Blogbeitrag beginnen. Worum soll es heute gehen? „Lob der Einfachheit“ weiterlesen