Demokratie leben

Die Inspiration für den Text dieser Woche ereilt mich am Freitag der letzten. Auf einem Spaziergang durch den Frankfurter Stadtteil Niederrad stehe ich vor einer Litfaßsäule, die mich daran erinnert, dass man Demokratie leben muss, damit sie lebendig bleibt. Weil ich meine Kamera nicht zur Hand habe, ziehe ich am Samstag gleich noch einmal los, um ein Bild der Säule zu machen, die von sich selbst behauptete, keine der Gesellschaft zu sein. Weil sie mich schon beim ersten Hinsehen am Tag zuvor zum Denken angeregt hat. „Demokratie leben“ weiterlesen

Flora

Vor ein paar Tagen erinnerte mich ein soziales Netzwerk, in dem ich als Nutzer registriert bin, an ein Ereignis, das gut zwei Jahre zurücklag: Ich hatte damals ein Foto hochgeladen, wie ich es öfter tue. Natürlich lud mich das Netzwerk auch dazu ein, das Foto (und die Erinnerung ans erste Hochladen) erneut mit Freunden zu teilen – was ich in diesem Moment allerdings nicht tat: Ich war ganz einfach nicht in der passenden Stimmung. „Flora“ weiterlesen

Der Puls Europas

Am 25. März feierte die Europäische Union den 60. Jahrestag der Unterzeichnung der römischen Verträge. Am 29. März reichte Großbritannien seinen Austrittsantrag ein. Höchste Zeit zu sagen, warum ich jeden Sonntag für Europa auf die Straße gehe: Weil mir Europa wichtig ist. Weil ich glaube, dass man Europa noch viel besser machen kann als bisher. Und weil ich hoffe, dass dieses Projekt auch für die nächsten Generationen erhalten werden kann. „Der Puls Europas“ weiterlesen

Stoffi

Kinder, wie die Zeit vergeht! Diese Woche ist mir aufgefallen, dass seit dem ersten Shooting mit Stoffi ziemlich genau drei Jahre vergangen sind: Auf der fotocommunity hatte sie nach Fotografen gesucht, und ich hatte mich gemeldet – am letzten Wochenende im März hatten wir uns damals dann in Mainz getroffen, um ein paar Porträts aufzunehmen. „Stoffi“ weiterlesen

The Ultra Panavision Project

Sicher kann sich noch der eine oder andere an „The Hateful Eight“ erinnern, den Tarantino-Western, der im Januar 2016 in die deutschen Kinos kam. Einer der Gründe, warum dieser Film mich so nachhaltig beeindruckte, war ohne Frage das Format, in dem er aufgenommen war: Während die meisten Kinofilme im Format 2,35:1 oder 2,55:1 auf die Leinwand kommen, wird hier das ultrabreite Ultra Panavision 70 verwendet, die Bilder sind noch einmal sehr viel breiter als in „normalen“ Kinofilmen. Durch die offene Blende entstand dabei eine wunderbare Schärfentiefe. Und diese Wucht hat mich im Kino nachhaltig beeindruckt. „The Ultra Panavision Project“ weiterlesen

Über Vater

Vor ein paar Tagen fiel mir auf: Würde mein Vater noch leben, hätten wir in dieser Woche seinen 80. Geburtstag feiern können. Ein harmloser Blick auf einen harmlosen Wandkalender in der Kaschemme des Vertrauens erinnerte mich an die Vergänglichkeit menschlichen Lebens, das Gewicht persönlicher Verluste und das erbarmungslose Verstreichen der Zeit: Kurz vor seinem 68. Geburtstag schied mein Vater plötzlich und unerwartet aus dem Leben. Und als ich mich daran erinnerte, wie ich von seinem Tod erfahren hatte, musste ich unwillkürlich schlucken… „Über Vater“ weiterlesen

Blue Dream

Was viele gar nicht wissen: Licht hat eine Temperatur, und abhängig davon, wie warm oder kalt das Licht ist, nimmt das Auge Farben unterschiedlich wahr. Im Alltag fällt es meist nicht auf, da wir als ständig Blickende meist Zeit genug haben, uns an veränderte Lichtbedingungen zu gewöhnen. Beim Fotografieren allerdings sieht es anders aus: Da können veränderte Lichtverhältnisse beim Knipsen zu hässlichen (oder zumindest unnatürlich wirkenden) Farbstichen im fertigen Bild führen. „Blue Dream“ weiterlesen

Grüße aus dem Übermorgenland

Letzten Monat blieb ich an einer Klickstrecke auf Spiegel Online hängen, die dem Leser dabei helfen sollte, seinen eigenen Wohlstandslevel zu ermitteln. Das Ergebnis war: Im globalen Vergleich geht es mir (und vermutlich auch vielen anderen Bewohnern Deutschlands) ziemlich gut. Der Artikel enthielt auch eine E-Mail-Adresse, unter der Leser Feedback zu der Serie „Expedition Übermorgen“ liefern konnten, in der er erschienen war. Was ich zum Anlass nahm, einen kleinen Text zu verfassen. Diesen Text, den ich an die Redaktion von Spiegel Online geschickt habe, möchte ich auch hier präsentieren. „Grüße aus dem Übermorgenland“ weiterlesen

Main Gheddo

Meine ersten Fotos mit einer digitalen Spiegelreflexkamera machte ich im März 2009. Und schon damals sagte mir ein guter Bekannter: Über kurz oder lang wirst du dich auch mit der Bildbearbeitung am PC beschäftigen. Ganz einfach deshalb, weil du es wollen wirst, sobald deine Fotos ein gewisses Niveau erreicht haben. „Main Gheddo“ weiterlesen