Main Gheddo

Meine ersten Fotos mit einer digitalen Spiegelreflexkamera machte ich im März 2009. Und schon damals sagte mir ein guter Bekannter: Über kurz oder lang wirst du dich auch mit der Bildbearbeitung am PC beschäftigen. Ganz einfach deshalb, weil du es wollen wirst, sobald deine Fotos ein gewisses Niveau erreicht haben. „Main Gheddo“ weiterlesen

Brief an eine unbekannte Fee

Am Heiligen Abend 2016 berichtete Benjamin Maack auf Spiegel Online von einer Begegnung mit einer guten Fee, die ihm genau einen Wunsch erfüllen wollte – und forderte Leser dazu auf, ihre eigenen Wünsche an die gute Fee zu formulieren.
Natürlich konnte ich mir diese Gelegenheit nicht entgehen lassen, und so schickte ich eine Woche später eine Antwort, der ich meinen „Wunschzettel“ an die gute Fee beilegte. Die Fee selbst ist bis jetzt leider noch nicht dazu gekommen, mein Schreiben zu beantworten, aber immerhin von Spiegel Online kam eine kurze Eingangsbestätigung. Und nachdem ich meinen ursprünglichen Brief auf Anraten eines lieben Menschen etwas gekürzt und editiert habe, möchte ich ihn auch den Lesern meines Blogs nicht vorenthalten.
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Imperfection

Drei Lehren, die ich in meinen Jahren als Fotograf mit digitalen Kameras verinnerlicht habe, möchte ich heute unverbindlich teilen. Zunächst einmal: Es ist gut, so schnell wie möglich den reinen Programm- und Automatikmodus hinter sich zu lassen. Dann: Auch, wenn man mehrere Fotos pro Sekunde schießen kann, führt langsames, bewusstes Knipsen meist zum besseren Bild. Und schließlich: Grundsätzlich streben wir natürlich gern nach dem perfekten Bild – als Stilmittel bewusst eingesetzt führen Fehler aber oft zum spannenderen Ergebnis, das sich der Betrachter gerne länger anschaut. „Imperfection“ weiterlesen

Einfach gut, Mensch

Schnee von gestern, Schnee vom letzten Jahr? Vielleicht. Aber ich wollte es trotzdem unbedingt erzählen: Am 2. Weihnachtsfeiertag war ich im Gottesdienst, und wie jedes Jahr ging es auch 2016 in der Messe um den heiligen Stephanus, den ersten Märtyrer der Kirche.
In der Predigt betonte der Pfarrer, dass es beim Martyrium in erster Linie gar nicht darauf ankommt, dass man sich ermorden lässt… sondern darum, dass der Märtyrer bis zuletzt für etwas eintritt. Und dass er Zeugnis ablegt, sich zu seinem Glauben – oder meinetwegen in säkularisierten Zeiten auch ganz allgemein: Zu seinen Werten, seinen Überzeugungen – konsequent bekennt. „Einfach gut, Mensch“ weiterlesen

Hatsudori

Wer schon einmal das neue Jahr in Japan begrüßt hat, kennt von dort vielleicht auch den shintoistischen Brauch des Hatsumōde. Hierbei handelt es sich um den ersten Schreinbesuch im neuen Jahr. Dieser Besuch findet traditionell entweder in der Silvesternacht (kurz nach Mitternacht) mit großem Andrang und Hallo statt, oder zumindest in den ersten drei Tagen des neuen Jahres: In Japan dauert „Neujahr“ nämlich vom 1. bis zum 3. Januar. „Hatsudori“ weiterlesen

Hallo Welt!

„Was ich schon alles erlebt habe, ich könnte echt ein Buch schreiben.“ Wie oft hast du diesen Satz schon gehört? Aus welchen Mündern? Und wie viele der Menschen, die diesen Satz geäußert haben, konnten sich dann tatsächlich dazu aufraffen, auch ein Buch zu schreiben? Empirische Studien legen nahe, dass die meisten potentiellen Autoren bei Absichtserklärungen stehengeblieben sind, ihr Ding nie wirklich durchgezogen, ihre Geschichten nie wirklich aufgeschrieben haben. Was eigentlich, vielleicht, ein Jammer ist – denn potentiell hätte jeder dieser Menschen der Welt sicher viel zu sagen. „Hallo Welt!“ weiterlesen