Monochrome Kirmes

Vor kurzem war ja wieder Pfingsten (ich berichtete). Und Pfingsten ist, wie man in Frankfurt weiß, nicht nur der Geburtstag der Kirche, sondern auch der Termin, an dem in meiner Wahlpflichtheimat jedes Jahr der Wäldchestag stattfindet. Was mir jedes Jahr wieder einen Anlass gibt, die Kamera aus dem Schrank zu kramen, in den Stadtwald zu gehen und dort ein paar frische Bilder von der Kirmes auf den Chip zu bannen. „Monochrome Kirmes“ weiterlesen

Backstage auf’m Kölner Dom

Man muss es in brutaler Offenheit sagen: Familie ist etwas Wunderbares. Nachdem vor wenigen Wochen erst meine Nichte in Frankfurt zu Besuch war, überraschte mich meine Schwester zum Geburtstag mit einem ganz besonderen Geschenk. Eine Domdachführung wollte sie für mich organisieren, also eine Führung durch die Bereiche des Kölner Doms, in denen die Dombauhütte ihren Dienst tut und die normalerweise für die Öffentlichkeit nicht so leicht zugänglich sind. „Backstage auf’m Kölner Dom“ weiterlesen

Der Kamera-Kult von Kyoto

Wie die Stadt auf meinen Reiseplan geraten war? Im Grunde war es eine reine Bauchentscheidung. Im letzten Jahr gab es zwischen dem Besuch in Tokyo und einer Verabredung in Nagoya ein paar Tage zu überbrücken, und ich hatte die Auswahl zwischen einem Besuch der Stadt Hikone am Biwa-See und der alten Kaiserstadt gehabt, die ich bis jetzt noch nicht so intensiv besucht hatte. „Der Kamera-Kult von Kyoto“ weiterlesen

Die Cupcakes der Glückseligkeit

Die kleinen Dinge des Lebens können manchmal einfach sein: Zu Weihnachten hatte ich mir von einer meiner Nichten Zeit gewünscht. Zeit, die sie mit mir verbringen sollte. Also versprach die Nichte, Zeit mit mir zu verbringen. An einem Wochenende im April war es dann so weit – wir hatten uns verabredet, gemeinsam im Stadion in Frankfurt ein Fußballspiel der Eintracht zu besuchen, ich hatte Karten besorgt und die Nichte ihrem Vater den Auftrag erteilt, einen Fahrschein für den Fernbus zu reservieren. In diesem Text möchte ich davon berichten, was sich am Fußball-Wochenende mit der Nichte und in der Folge zugetragen hat. „Die Cupcakes der Glückseligkeit“ weiterlesen

Flora

Vor ein paar Tagen erinnerte mich ein soziales Netzwerk, in dem ich als Nutzer registriert bin, an ein Ereignis, das gut zwei Jahre zurücklag: Ich hatte damals ein Foto hochgeladen, wie ich es öfter tue. Natürlich lud mich das Netzwerk auch dazu ein, das Foto (und die Erinnerung ans erste Hochladen) erneut mit Freunden zu teilen – was ich in diesem Moment allerdings nicht tat: Ich war ganz einfach nicht in der passenden Stimmung. „Flora“ weiterlesen

The Ultra Panavision Project

Sicher kann sich noch der eine oder andere an „The Hateful Eight“ erinnern, den Tarantino-Western, der im Januar 2016 in die deutschen Kinos kam. Einer der Gründe, warum dieser Film mich so nachhaltig beeindruckte, war ohne Frage das Format, in dem er aufgenommen war: Während die meisten Kinofilme im Format 2,35:1 oder 2,55:1 auf die Leinwand kommen, wird hier das ultrabreite Ultra Panavision 70 verwendet, die Bilder sind noch einmal sehr viel breiter als in „normalen“ Kinofilmen. Durch die offene Blende entstand dabei eine wunderbare Schärfentiefe. Und diese Wucht hat mich im Kino nachhaltig beeindruckt. „The Ultra Panavision Project“ weiterlesen

Hatsudori

Wer schon einmal das neue Jahr in Japan begrüßt hat, kennt von dort vielleicht auch den shintoistischen Brauch des Hatsumōde. Hierbei handelt es sich um den ersten Schreinbesuch im neuen Jahr. Dieser Besuch findet traditionell entweder in der Silvesternacht (kurz nach Mitternacht) mit großem Andrang und Hallo statt, oder zumindest in den ersten drei Tagen des neuen Jahres: In Japan dauert „Neujahr“ nämlich vom 1. bis zum 3. Januar. „Hatsudori“ weiterlesen