Das Wunder von Pfingsten

Lange habe ich mir überlegt, was ich diese Woche wohl auf meinem Blog schreiben will? Einige Themen gingen mir durch den Kopf, Bilder, die ich noch nicht gezeigt habe, und ihre Entstehungsgeschichten waberten durch die Gedankenwelt, aber dann war es der Sohn vom alten Augstein, der in seiner Kolumne auf Spiegel online das Thema setzte. Während es dort allerdings eher um die Parallelen zwischen Trump und Merkel geht und um die verantwortungsvolle Aufgabe der Kanzlerinnen- und der Präsidentenexegeten, dachte ich mir beim Lesen: Ja, Pfingsten! Das ist doch mal ein Thema, über das ich bis jetzt viel zu wenige meiner Gedanken zu Papier – oder zu Blog – gebracht habe. „Das Wunder von Pfingsten“ weiterlesen

Der geschenkte Gaul

Dass ich gerne Bücher lese, hatte ich ja bereits erwähnt. Heute verrate ich ein weiteres intimes Detail aus meinem Leben: Ich kaufe auch gerne Bücher. Und zwar – darauf lege ich Wert – am liebsten in analogen Sphären, im Buchladen des Vertrauens. Der ist in der realen Welt angesiedelt, man kommt dort mit echten Menschen in Kontakt, und dort ein Buch erst zu bestellen, um es am nächsten Tag abzuholen, steigert die Vorfreude auf den Akt des Lesens. In Zeiten des Online-Versandhandels mag das Manchem umständlich erscheinen, aber mir ist es nun einmal lieber so. „Der geschenkte Gaul“ weiterlesen

Lesen und lesen lassen

Heute gibt es auf diesem Blog eine Premiere: Ich zeige ein Bild, das ein lieber Freund von mir auf meinen Wunsch hin angefertigt hat. Zu sehen ist eines der Bücher, die ich in den letzten Monaten gelesen habe, in meinen Händen. Eigentlich hatte ich hier eine Rezension zu diesem Buch schreiben wollen. Und es wäre durchaus verdient gewesen: „Der Europäische Traum“ von Jeremy Rifkin ist ein durchaus gutes Buch, das einige nachdenkenswerte Thesen enthält. Zum Beispiel diejenige, dass Glaube, Vernunft und Empathie wichtige Bestandteile einer psychischen Verfasstheit sind, die den Europäern das Leben miteinander leichter machen kann. „Lesen und lesen lassen“ weiterlesen

Demokratie leben

Die Inspiration für den Text dieser Woche ereilt mich am Freitag der letzten. Auf einem Spaziergang durch den Frankfurter Stadtteil Niederrad stehe ich vor einer Litfaßsäule, die mich daran erinnert, dass man Demokratie leben muss, damit sie lebendig bleibt. Weil ich meine Kamera nicht zur Hand habe, ziehe ich am Samstag gleich noch einmal los, um ein Bild der Säule zu machen, die von sich selbst behauptete, keine der Gesellschaft zu sein. Weil sie mich schon beim ersten Hinsehen am Tag zuvor zum Denken angeregt hat. „Demokratie leben“ weiterlesen

Der Puls Europas

Am 25. März feierte die Europäische Union den 60. Jahrestag der Unterzeichnung der römischen Verträge. Am 29. März reichte Großbritannien seinen Austrittsantrag ein. Höchste Zeit zu sagen, warum ich jeden Sonntag für Europa auf die Straße gehe: Weil mir Europa wichtig ist. Weil ich glaube, dass man Europa noch viel besser machen kann als bisher. Und weil ich hoffe, dass dieses Projekt auch für die nächsten Generationen erhalten werden kann. „Der Puls Europas“ weiterlesen

Über Vater

Vor ein paar Tagen fiel mir auf: Würde mein Vater noch leben, hätten wir in dieser Woche seinen 80. Geburtstag feiern können. Ein harmloser Blick auf einen harmlosen Wandkalender in der Kaschemme des Vertrauens erinnerte mich an die Vergänglichkeit menschlichen Lebens, das Gewicht persönlicher Verluste und das erbarmungslose Verstreichen der Zeit: Kurz vor seinem 68. Geburtstag schied mein Vater plötzlich und unerwartet aus dem Leben. Und als ich mich daran erinnerte, wie ich von seinem Tod erfahren hatte, musste ich unwillkürlich schlucken… „Über Vater“ weiterlesen

Grüße aus dem Übermorgenland

Letzten Monat blieb ich an einer Klickstrecke auf Spiegel Online hängen, die dem Leser dabei helfen sollte, seinen eigenen Wohlstandslevel zu ermitteln. Das Ergebnis war: Im globalen Vergleich geht es mir (und vermutlich auch vielen anderen Bewohnern Deutschlands) ziemlich gut. Der Artikel enthielt auch eine E-Mail-Adresse, unter der Leser Feedback zu der Serie „Expedition Übermorgen“ liefern konnten, in der er erschienen war. Was ich zum Anlass nahm, einen kleinen Text zu verfassen. Diesen Text, den ich an die Redaktion von Spiegel Online geschickt habe, möchte ich auch hier präsentieren. „Grüße aus dem Übermorgenland“ weiterlesen

Brief an eine unbekannte Fee

Am Heiligen Abend 2016 berichtete Benjamin Maack auf Spiegel Online von einer Begegnung mit einer guten Fee, die ihm genau einen Wunsch erfüllen wollte – und forderte Leser dazu auf, ihre eigenen Wünsche an die gute Fee zu formulieren.
Natürlich konnte ich mir diese Gelegenheit nicht entgehen lassen, und so schickte ich eine Woche später eine Antwort, der ich meinen „Wunschzettel“ an die gute Fee beilegte. Die Fee selbst ist bis jetzt leider noch nicht dazu gekommen, mein Schreiben zu beantworten, aber immerhin von Spiegel Online kam eine kurze Eingangsbestätigung. Und nachdem ich meinen ursprünglichen Brief auf Anraten eines lieben Menschen etwas gekürzt und editiert habe, möchte ich ihn auch den Lesern meines Blogs nicht vorenthalten.
„Brief an eine unbekannte Fee“ weiterlesen

Einfach gut, Mensch

Schnee von gestern, Schnee vom letzten Jahr? Vielleicht. Aber ich wollte es trotzdem unbedingt erzählen: Am 2. Weihnachtsfeiertag war ich im Gottesdienst, und wie jedes Jahr ging es auch 2016 in der Messe um den heiligen Stephanus, den ersten Märtyrer der Kirche.
In der Predigt betonte der Pfarrer, dass es beim Martyrium in erster Linie gar nicht darauf ankommt, dass man sich ermorden lässt… sondern darum, dass der Märtyrer bis zuletzt für etwas eintritt. Und dass er Zeugnis ablegt, sich zu seinem Glauben – oder meinetwegen in säkularisierten Zeiten auch ganz allgemein: Zu seinen Werten, seinen Überzeugungen – konsequent bekennt. „Einfach gut, Mensch“ weiterlesen

Hallo Welt!

„Was ich schon alles erlebt habe, ich könnte echt ein Buch schreiben.“ Wie oft hast du diesen Satz schon gehört? Aus welchen Mündern? Und wie viele der Menschen, die diesen Satz geäußert haben, konnten sich dann tatsächlich dazu aufraffen, auch ein Buch zu schreiben? Empirische Studien legen nahe, dass die meisten potentiellen Autoren bei Absichtserklärungen stehengeblieben sind, ihr Ding nie wirklich durchgezogen, ihre Geschichten nie wirklich aufgeschrieben haben. Was eigentlich, vielleicht, ein Jammer ist – denn potentiell hätte jeder dieser Menschen der Welt sicher viel zu sagen. „Hallo Welt!“ weiterlesen